Neues

 

16.01.19

Endlich fertig: die Welpenpost Woche 2. Es macht keinen Spaß, die Bilder auszuwählen, weil alle so dunkel und nicht optimal nachzubearbeiten sind. Trotzdem viel Spaß damit!

09.01.19

Die K-Wurf Welpenpost Woche 1 ist draußen.

04.01.19

Die erste Welpenpost ist erschienen! Schaut unter Würfe: “K-Wurf” nach.

02.01.19

Wir verkünden hocherfreut die Geburt unseres K-Wurfes. Praline und ich haben uns die Nacht um die Ohren geschlagen und in den frühen Morgenstunden 5 riesengroße kugelrunde Welpen ans Licht der Welt befördert. Es war kein Spaziergang, aber Praline ist einfach großartig und nun liegt sie müde, aber wohlauf mit 2 Hündinnen und 3 Rüden im Körbchen. Die Welpen sind topfit und von vorne bis hinten gut gelungen. Ich bin sehr glücklich, aber völlig gerädert, genauere Infos gibt es am Freitag. Praline hat sich noch nicht frisch gemacht und geniert sich deshalb ein wenig, darum gibt es noch keine tollen Familienfotos, nur ein paar Schnappschüsse aus dem Kindbett. Die weitere Welpenpost wird unter “K-Wurf” zu finden sein.

K-Wurf Geburt (30)w  K-Wurf Geburt (28)w

K-Wurf Geburt (22)w  K-Wurf Geburt (29)w

30.12.18

So, meine Lieben, das Jahr ist bald vorbei und Praline und ich möchten allen Lesern ein gutes neues Jahr wünschen. Wir haben meinen Papa zu Besuch und deshalb habe ich kaum Zeit zum Schreiben. Es gibt auch keine aufregenden Neuigkeiten, außer dass Praline jetzt einen riiiichtig dicken Bauch bekommt. So richtig geburtsreif wirkt sie aber noch nicht, ich denke, dass sich vor Dienstag, Mittwoch nichts tun wird. Darum werden wir erst nächstes Jahr wieder zu lesen sein. Schnell noch ein Foto vom gefüllten Kugelpudel, weitere Bilder sollten dann den Inhalt zeigen. Guten Rutsch!

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25.12.18

Heute Morgen wurde eine neue Art entdeckt: Der hellbraun-weiß gefleckte, dickbäuchige mühlviertler Sumpfpudel. Er taucht nach langen intensiven Regentagen auf und hilft dabei, Rinnbetten für Stauwasser zu graben. Er hat großen Spaß an schnell fließendem Wasser und überhaupt keine Angst vor nassen Füßen, schlammigen Barthaaren und einem vollgespritzem Bauch.

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Auf unserem Lieblingsspazierweg haben sich nach sehr grauslich verregnetem Weihnachtswetter kleine Seen gebildet und ich habe eine kindliche Freude daran, mit einem Stock Furchen zu ziehen, um das Wasser zur nächsten Böschung abzuleiten. Praline hat mich tatkräftig unterstützt und eine Riesengaudi dabei gehabt.

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Ich habe ihr sehr amüsiert bei ihrer emsigen Matschbuddelei zugesehen. Dankenswerterweise ist sie anschließend durch die restliche Pfütze gewatet, die Pfoten und vor allem die Krallen waren also gleich wieder sauber. Nur die Trüffelschweinnase hat sie mit nach Hause genommen.

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Fazit des feuchten Ausflugs: Praline ist ziemlich gut drauf und noch gar nicht schwerfällig. Beim anschließenden Nickerchen wird es allerdings langsam etwas mühsam, sich bequem zu betten.

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Die Welpen haben an Größe zugelegt und ich kann schon richtig gut Einzelheiten fühlen. Bereits unter den Rippen wächst der erste hervor, dann klappt sich das Uterushorn wieder nach vorn und dort steckt der nächste drin. Zurück Richtung Hinterteil müssten dann auch nochmal 2 liegen. Mir kommt eine Seite etwas weniger gefüllt vor als die andere, also tippe ich derzeit auf 7 Zwerge und bin gespannt, ob ich damit richtig liege.

Ansonsten hatte ich letzte Woche außer dem Weihnachtsendmarathon in der Firma eine ausgesprochen stimmungsvolle und lustige Weihnachtsfeier in unserem Reitstall. Wir haben ein Menschenbaby in unserer Mitte willkommen geheißen, uns viel Glück für unsere 3 Pferdebabys im nächsten Jahr gewünscht, gut gegessen und einen großartigen Punsch getrunken, und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich zusammen mit meinen Stallkollegen „Oh du Fröhliche“ im Bossa Nova Rhythmus gesungen. Außerdem haben wir einen großen Fan der indianischen Kultur in unserer Mitte. Der hat sich als Medizinmann betätigt und ein wundervolles Räucherritual vollführt, bei dem er unseren alten Raunächtebrauch mit einem Segensspruch in der Sprache der Lakota kombiniert hat. Das Haus, die Menschen und die Pferde wurden gesegnet und natürlich auch unser Pudelchen. Praline und ihre Füllung sind nun österreichisch-indianisch segensgeräuchert, jetzt kann nichts mehr schief gehen!

Auch unsere Weinachtsfeier daheim war sehr gemütlich. Praline war mittendrin und außer dass es ihr ein wenig zu warm war, hat sie unser Zusammensein im Kreise der Familie genossen.

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Hoffentlich hattet ihr da draußen auch ein schönes Weihnachtsfest. Mir ist am Weihnachtstag ein wenig der Saft ausgegangen, nachdem ich mich in der letzten Woche arbeitsmäßig doch ein bisschen zu viel verausgabt habe. Es hat schon Tradition, dass ich am heiligen Abend oder kurz danach grippig darnieder liege. Jetzt hab ich ja Zeit dazu. Der Hals ist wund, die Nase läuft und ich fühle mich, als hätte man mich durch die Mangel gedreht. Also liege oder sitze ich schlapp herum und habe beschlossen, nichts Anstrengenderes zu tun als eine Tastatur zu bedienen. Deshalb erscheint die Post schon heute, denn ich hoffe, dass es mir morgen besser geht und ich die restlichen Vorbereitungen für die Ankunft unserer K’s erledigen kann. Euch allen noch frohe Feiertage!

19.12.18

Die Woche 8 begann heute mit einem interessanten Telefongespräch. Frau Geretschläger vom Labor FERAGEN hatte noch Fragen zu Hummel bezüglich der laufenden von Willebrand Studie, an der sie teilgenommen hat. Endlich mal eine gute Nachricht: Hummel war vWD frei! Also sind alle ihre Nachkommen maximal Anlageträger des Gendefekts, das ist ein beruhigendes Gefühl. Keiner, der nicht selbst Tiere züchtet, kann nachempfinden, wie sehr es dem Züchter an die Nieren geht, wenn der Nachwuchs krank wird. Komplett verhindern wird man das nie können, aber alles dafür tun, um das Risiko gering zu halten. Beim Vormittagsspaziergang hatte ich Gelegenheit, über das (lange) Gespräch nachzudenken und meine Schlüsse daraus zu ziehen:

1. Geschlossene Zuchtbücher sind immer der Anfang vom Ende.

2. Wer als Züchter nicht alle vorhandenen Möglichkeiten der Untersuchung und Gendiagnostik seiner Zuchttiere ausschöpft, handelt vorsätzlich, was sowohl moralisch als auch rechtlich sehr bedenklich ist.

3. Ja, das kostet sehr viel Geld und kann einem bestimmt auch so manche Enttäuschung bescheren, aber wer glaubt, dass er mit seriöser Hundezucht reich wird, kann nicht rechnen.

4. Der Blick auf seine Hunderasse durch die rosarote Brille ist für einen Züchter fatal, echte ungeschönte Liebe dazu der bessere Wegweiser.

5. Der Blick auf seinen eigenen Hund durch die rosarote Brille ist normal. Den sollte jeder Hundebesitzer haben. (Den habe ich auch, nur zur Zucht muss ich sie zwingend abnehmen.)

6. Es hat mich überrascht, wie munter mich dieses Gespräch gemacht hat. Eigentlich bin ich vom Kopf her sehr frustriert über die gesundheitliche Situation der Rassehundezucht und die Arroganz der Verantwortlichen, die sich weigern, endlich tiefgreifende Veränderungen zu ermöglichen. Aber in meinem Herzen brennt da anscheinend immer noch ein Feuer, von dem ich dachte, dass es erloschen sei. Woraus sich der letzte Gedanke ergibt:

7. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Praline geht schwanger mit einem Bauch voller Hoffnung. Hoffnung für die neuen Welpeneltern, einen wunderbaren Kameraden für die nächsten Jahre zu bekommen. Hoffnung für die Hunde, deren Menschen und mich (als Züchter UND mitfühlendem Menschen), dass dieser Kamerad so gesund wie möglich bleibt. Hoffnung, dass ihre Leute ihnen beistehen, wenn es doch einmal nicht so ist. Bis jetzt hat sich zumindest diese Hoffnung für alle unsere Schützlinge immer erfüllt. Keinem unserer “Kinder”, das krank wurde, blieb Hilfe und Fürsorge verwehrt. Dafür möchte ich allen Welpeneltern immer und immer wieder ein dickes herzliches DANKE aussprechen. Ihr meint, das sei doch selbstverständlich? Nein, für mich ist es das nicht. Es ist ein Privileg, dass immer wieder die guten Menschen bei uns auftauchen und wir anscheinend kein so schlechtes Händchen dafür haben, sie zu erkennen.

 

So, und jetzt zur Hauptakteurin in diesem Stück: Praline geht es prächtig. Die Welpen sind nun so groß, dass sie an die Bauchwand stoßen und zu meiner großen Freude kann ich das nun endlich fühlen. Dieses erste greifbare “Beweismittel” lebender Untermieter macht mich auch bei unserem 11. Wurf wieder euphorisch. Man kann nicht anders, als selig zu grinsen. Diese besonderen Ereignisse werden nie gewöhnlich oder gar banal, sie sind die Höhepunkte meines Lebens und der eigentliche Grund, warum ich mir diese Verantwortung antue. Praline weiß von alldem nichts, sie freut sich einfach über unsere herzliche Anteilnahme, die Extrawürste beim Füttern und dass sie trotz stattlicher Erweiterung des Bauchareals immer noch so beweglich ist. Sie wundert sich nur über unser Herumgerenne. So ein Hund hat es gut, der weiß nicht, dass in ein paar Tagen Weihnachten ist und kann getrost in seinem Bettchen herumlümmeln und uns in aller Ruhe bei den Vorbereitungen dafür zusehen.

Praline wird sich wie immer über das beleuchtete Stück Wald in Omas Wohnzimmer, das herumfliegende Geschenkpapier und die uralte, leicht zerkratze Weihnachtsschallplatte und unseren rostigen Gesang dazu wundern. Und es wird ihr im Grunde egal sein, Hauptsache, sie ist dabei. Wir wünschen euch allen ein schönes, friedliches Fest im Kreise eurer Lieben. Fröhliche Weihnachten!

Weihnachtspraline

16.12.18

Ah, Sonntag! Kein Wecker klingelt, trotzdem bin ich um 7 Uhr wach. Wie schön, einfach noch liegenbleiben und eine halbe Stunde lang mit dem Hundi kuscheln. Immer wieder wandert meine Hand auf Pralines Bauch. Mir fällt dieses Weihnachtsvolkslied ein: “Wer klopfet an?”, aber hier klopft noch keiner. Das kann allerdings nicht mehr lange dauern. (Bei meinem trächtigen Pferd Honey hat vorgestern das erste Mal ein kleiner Huf “Hallo” gesagt, es mangelt mir also momentan nicht an Babybaucherlebnissen.) Praline ist an den Rippen nicht mehr so breit, dafür hängt der Bauch mehr. Die Gebärmutterhörner dürften sich gefaltet haben, das wird ihr bestimmt angenehmer sein als die Spannung unter den Knochen.

Tee trinken, Zeitung lesen, und auf den Morgenspaziergang freuen. Denn die Sonne lacht aus strahlend blauem Himmel, es ist windstill und damit bei etwa 0° sehr angenehm. Der Schnee glitzert und funkelt wie abertausende Diamanten im kalten Winterlicht, beste Voraussetzungen für ein paar Wintermärchen-Schwangerpudel-Kitschfotos. Aber was macht der sonst so munter durch die Gegend hopsende Hund? Dackelt hinter mir her, und das einzige, was ich fotografieren kann, ist unser Schatten.

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Jedes Mal, wenn ich mein Handy zücke, kommt Praline gelaufen, stellt sich vor mich hin und guckt mich fragend an. Immer dasselbe.

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Platziere ich sie und weise sie an zu warten, sieht man die gerümpfte Nase von weitem. Trotz Schnee und Sonnenschein kein fröhliches Bild.

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Oder zumindest irgendwie gestellt. Wenigstens erkennt man schon den Dickbauch.

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Das Zauberwort: Geduld. Irgendwann fängt sie doch noch an, wie gewohnt ein wenig nach vorne zu laufen, ein paar Waldtiergerüchen nachzuschnuppern und nicht mehr darauf zu achten, was ich aus der Manteltasche ziehe. Leider meistens im Halbschatten, aber dafür höchst entpannt. Einen schönen Sonntag euch allen!

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????? Doch noch ein schönes ungestelltes Bild dabei. Wer sagt’s denn!

12.12.18

Das Wetter ist momentan wirklich grauslich. Es stürmt, regnet und schneit und Praline sieht nach jedem Spaziergang aus wie ein Erdferkel. An Bauch- und Beinhaaren hängen Schnee- und Eisklümpchen und zwischen den Ballen klebt halb gefrorener Lehm. Hier hilft kein Handtuch mehr, Praline gehört unter diesen Umständen zur Gruppe der bekennenden Warmduscher.

Damit die Prozedur nicht ausartet, musste die Schere her, um die Zotteln kurz und pflegeleicht zu halten. Was den netten Nebeneffekt hat, dass ich das sich langsam rundende Bäuchlein besser sehen kann. Obwohl  Praline immer noch sehr zögerlich frisst, wächst es munter vor sich hin. Vor allem die hinteren Rippen wirken merkwürdig breit, der weiche Bauch ist noch recht harmlos. Gewicht und Umfang steigen in gleichem Maße wie beim letzten Wurf, wir erwarten also wieder ein gut gefülltes Welpenkörbchen.

Ich habe den Eindruck, dass Praline ihre Trächtigkeit genießt. Sie hat es gern, wenn ich sie betüddle und ihr den Babybauch herze. Und natürlich auch den ganzen lockigen Rest. Sie ringelt sich richtig um mich herum, um möglichst viel Körper an mich zu drücken. Es fällt mir oft schwer, auch mal ohne sie das Haus zu verlassen. Nicht nur mental, sondern auch rein physisch, weil das Schuhe anziehen in Artistik ausartet, wenn sich ein schmusesüchtiger Pudelhund  ständig zwischen Händen, Füßen und Schuhwerk hindurch würmt. Abseits der Tendenz, auf uns zu wohnen und sich aus der Hand füttern zu lassen, geht alles seinen gewohnten Gang und Praline fühlt sich rundherum wohl. Sie hat noch keinerlei Einschränkungen durch den wachsenden Bauch, schläft nach wie vor sehr viel und läuft beim Spaziergang flott voran.

Was ich noch in eigener Sache erwähnen möchte: Der Advent ist eine arbeitsreiche Zeit für mich, deshalb bin ich manchmal schwer zu erreichen. Es ist für mich während der Arbeitszeit nicht möglich, zu telefonieren oder Nachrichten aller Art zu lesen. Und wenn ich zu Hause bin, mag ich auch nicht pausenlos vor irgendeinem Gerät sitzen und hineinstarren. Es kann also manchmal ein wenig dauern, bis ich mich melde, dafür bitte ich um Verständnis. Wenn es um etwas Wichtiges geht, antworte ich natürlich, so bald ich kann. Ansonsten lasse ich mich grundsätzlich nicht gerne von der modernen Kommunikation stressen und möchte auch nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Und mich schon gar nicht dazu gedrängt fühlen, innerhalb kürzester Zeit auf jede Nachricht zu antworten, damit der Schreiber nicht beleidigt ist. Es ist großartig, dass es Smartphones, Whatsapp, E-Mails, Facebook etc. gibt, aber die Begeisterung für sinnbefreites Hin-und Herschreiben und massenhaftes Herumschicken von lustigen Bildchen und Videos fehlt mir völlig. Meine Zeit ist mir zu kostbar dafür. Die verwende ich lieber für ausgiebiges Babybauchstreicheln.

Woche7 (2)w  Woche7 (1)w

05.12.18

Die 6. Woche der Tragzeit beginnt und ich könnte jetzt all das schreiben, was ich schon bei Pralines letzter Trächtigkeit beobachtet und erzählt habe. So schön diese Erlebnisse jedesmal aufs Neue sind, für den Außenstehenden liest es sich immer sehr ähnlich. Deshalb fasse ich mich damit kurz.

Aaaalso, Praline besteht auf ausgiebige und möglichst umfangreiche Schmuseeinheiten. Sie bestreikt wie immer den Futternapf. Diesmal hat sie sich auf gekochte Eier eingeschossen. Auch recht, wenigstens etwas. Trotzdem hat sie bereits ein wenig zugenommen und auch schon an Umfang zugelegt. Meine Gedanken wandern in diesen Umfang hinein. Wie viele Welpen wohnen darin? Und vor allem: Wird es von der Geschlechteraufteilung her wieder so schön ausgeglichen sein wie die letzten beiden Male?

In jedem schlauen Hundebuch steht, dass die Hündinnen die braveren, leichter zu erziehenden, anschmiegsameren Hunde seien. Die Interessenten wünschen sich deshalb mehrheitlich einen weiblichen Begleiter. Darum möchte ich heute ein Plädoyer für die Rüden halten. Ich sehe das mit dem lieb und brav nämlich nicht so, zumindest nicht bei dieser Sorte Hund. Im Gegenteil, unsere Mädchen können manchmal ganz schöne Zicken sein. Und wer schon einmal Zeuge einer Rauferei unter Hündinnen war, der weiß, dass es dabei richtig ans Eingemachte geht. Die Rüden machen vielleicht mehr Show und kloppen sich schneller, aber dabei gibt es Regeln und man kann sich hinterher auch durchaus wieder vertragen. Hündinnen hassen vielleicht nicht so schnell, aber dafür bis in den Tod.

Rüden sind, eigentlich so wie bei den Menschen, psychisch einfacher gestrickt. Denen sagt man klar, wo es langgeht, und dann wird auch nicht herum diskutiert und übel genommen. Sie sind oft noch als erwachsener Hund verspielt und albern, während Hündinnen manchmal ruhiger, aber dafür auch ernster sind. Und alles andere hängt mehr vom Charakter als vom Geschlecht ab.

Obwohl ich alle meine Welpen liebe, ist in jedem Wurf immer einer dabei, der mir ganz besonders zugeht und den ich am liebsten gar nicht hergeben würde. Und das ist viel öfter ein Rüde als eine Hündin. Für viele Welpeneltern, die gerne eine Hündin gehabt hätten, war einer von den Rüden viel passender (oder es gab einfach fast nur Rüden) und sie sind so oder so sehr glücklich mit ihnen geworden. Darum freue ich mich immer besonders, wenn die Leute nicht von vorneherein auf ein bestimmtes Geschlecht fixiert sind. Außer, es befindet sich im Umfeld schon ein Hund, darauf nehme ich selbstverständlich Rücksicht. Also, liebe Leute, macht euch frei von Lehrbuchweisheiten und lasst euch einfach auf ein neues Wesen in eurem Leben ein.

01.12.18

Gerade haben wir die frohe Botschaft erhalten, und -zack- ist schon Halbzeit. Da Praline immer eher früh geworfen hat, bleibe ich bei meiner ursprünglichen Berechnung und somit ist heute der 32. Tag der Tragzeit. Was heißt, dass das Maßband gezückt und die Waage vom Badschränkchen heruntergeholt und entstaubt wird. Praline frisst schon lange sehr schlecht, entsprechend dürftig ist ihr Gewicht. Im Gegensatz zu meinem. Jetzt weiß ich, warum meine Hosen so eng geworden sind. Ständiger Schokoladenkonsum hinterlässt halt einfach Spuren. Aber da ein kalter Winter prognostiziert wurde, kann eine kleine Wärmeschicht zusätzlich nicht schaden, finde ich. So lange die Hosen noch zugehen… Und Praline wird irgendwann auch wieder Appetit haben, darum mache ich mir gar keine Sorgen. Immerhin hat sie ein gekochtes Ei und einen Rindertrockenstreifen gefrühstückt, das ist besser als gar nichts.

Wir sind übrigens immer noch völlig verzückt, grabbeln dauernd den armen Hund an und reden mit ihm, als ob wir nicht ganz bei Trost wären. Praline kennt das ja schon, sie genießt unsere Zuwendung und zieht nur ab und an die Augenbrauen hoch, wenn wir gar zu wunderlich werden. Ansonsten tut sie das, was sie immer tut, nämlich sehr viel schlafen, ob mit oder ohne Kuschelmensch.

Woche05

30.11.18

Das Wunder ist geschehen, Praline hat dieses Mal aufgenommen! Es sieht so aus, als ob tatsächlich aller guten Dinge sind drei sind. Wir freuen uns gerade wie die Irren und sind komplett aus dem Häuschen. Übrigens ist die Bude ziemlich voll. Egal, wo der Ultraschallkopf hingewandert ist, überall waren Welpen, Welpen, Welpen! Wir werden eine wunderbare Adventzeit haben, denn wir freuen uns heuer nicht nur aufs Christkind, sondern auch auf kleine haarige Sylvesterraketen. Liebe Daumendrücker, ihr dürft jetzt loslassen. Vielen Dank für eure mentale Unterstützung, es hat geholfen. Um den Jahreswechsel herum könnt ihr wieder zudrücken, damit bei der Geburt alles flutscht.

23.11.18

Praline macht es spannend. Ihr Verhalten ist überhaupt nicht zu deuten. Manchmal ist ihr in den Wochen nach der Läufigkeit furchtbar schlecht und sie frisst wochenlang fast keinen Bissen, bekommt geschwollene Milchleisten und ist furchbar anhänglich. Selbst dann, wenn wir gar nicht beim Decken waren. Manchmal ist es so arg, dass ich anfange zu überlegen, ob sie nicht doch irgendwo eine Gelegenheit gehabt haben könnte… aber das ist bei uns ausgeschlossen. Diesmal waren wir oft genug beim Rüden und bis jetzt verhält sie sich, hm, eigentlich fast normal. Noch keine rosa Zitzen, gefressen wird wenig, aber mehr als meistens, geschmust wird viel. Am 14. Tag hatte sie wie üblich ihren Kotz- und Durchfalltag, den hat sie immer.

Mich macht das mürbe. Mit den Kromis war ich nie beim Ultraschall, die fingen allerspätestens am 26. Tag an, glasigen Schleim abzusondern, und damit war alles klar. Die Züchterin meiner Kromis hat sich immer amüsiert, wenn die erfreuliche SMS kam: ” Hurra, hurra, der Schleim ist da!” Praline behält ihren Schleim für sich, den kriege ich erst zu sehen, wenn die Geburt unmittelbar bevorsteht.

Deshalb bin ich heute schon zum Ultraschall gefahren. Die Neugier hat mich gar zu sehr geplagt und vom ersten Decktag weggerechnet haben wir Tag 24, da kann man normalerweise schon etwas erkennen. Außerdem hängt bei uns einiges an Organisation dran, wenn es Welpen gibt, und je eher wir planen können, desto besser. Leider weiß ich jetzt genauso viel wie vorher. Zuerst hat es schlecht ausgesehen, außer reichlich Darminhalt war nichts zu finden. Aber ganz vorne, fast schon unter den Rippen, waren Bläschen auszumachen. Etliche Ampullen, aber ohne erkennbaren Inhalt. Das kann heißen, dass Praline sehr, sehr spät aufgenommen hat und die Embryonen gerade erst angefangen haben, sich einzunisten. Oder aber es handelt sich um eine Art Zysten mit wässrigem Inhalt. Die sind zwar harmlos, aber leider keine Welpen. Also bleibt uns allen nichts anderes übrig, als weiter zu warten. Bis zum nächsten Freitag. Meine armen Nerven.

13.11.18

Um mir die Wartezeit auf den Ultraschalltermin erträglicher zu gestalten, habe ich nun endlich den Menüpunkt “Pferde” mit Leben gefüllt meine 3 1/2 Pferde vorgestellt. Wie üblich mit reichlich Text. Ich erzähle halt gern Geschichten. Ein paar Fotos werden bald dazu kommen.

04.11.18

Die Hochzeit ist vorbei. Praline und ihr reizender Bräutigam hatten 3 Dates, und jetzt fängt die Warterei an bis Ende November. Dann geht es ab zum Ultraschall, voraussichtlich am 27.11.. Falls ich bis dahin nicht vor Neugier geplatzt bin. Ich wage noch gar nicht zu hoffen, aber falls es tatsächlich geklappt haben sollte, ist der errechnete Geburtstermin am 01.01.19. Das wäre ein richtig schöner Start ins Neue Jahr!

31.10.18

Der erste Besuch bei unserem lieben Lord Voldemort zu Halloween war erfolgreich. Während Praline mit ihrem Bräutigam im Garten herumgesprungen ist, lief auf der Straße eine kleine Hexe vorbei. Das war alles so ganz nach meinem Geschmack. Der nächste Akt ist zu Allerseelen geplant, vielleicht bekommen wir ein wenig Unterstützung “von drüben”.

23.10.18

Normalerweise mache ich keine Vorankündigungen, wenn Welpen geplant sind, aber diesmal kann ich jeden einzelnen Daumendrücker brauchen. Nun, also, wir haben uns entschieden, es ein letztes Mal mit Praline zu versuchen. Mehr, als dass sie wieder nicht aufnimmt, kann ja nicht passieren. Eigentlich hatte ich vor, einen reinrassigen Pudelwurf zu machen und mir eine Hündin daraus zu behalten. Aber das Leben hat manchmal andere Pläne als unsereins. Wir haben uns nach langen Überlegungen die nächsten 15 Jahre betreffend dazu entschlossen, keinen weiteren Hund aufzunehmen. Es ist gut so, wie es ist, Praline fühlt sich auch als Einzelhund sehr wohl und wir freuen uns an ihrer Gesellschaft. Damit schließt sich das Kapitel Hundezucht im Buch unseres Lebens. Sollte uns ein letzter Wurf von Praline vergönnt sein, dann wäre dieser ein schöner Abschluss einer erfüllten, ereignisreichen Zeit.

Nun ist es wieder soweit, Praline ist läufig. Da sie nicht so leicht trächtig wird, greifen wir auf eine bewährte Verpaarung zurück, die schon funktioniert und ganz besonders freundliche Hunde hervorgebracht hat. Da Weiterzucht nun keine Rolle mehr spielt und reine Familienhunde geplant sind, soll es auch diesmal wieder ein Kromudelwurf werden. Wer uns wohlgesonnen ist, unterstütze uns bitte ab Mitte nächster Woche mit guten Gedanken und Wünschen!

29.06.18

Da ich mit Praline vor 3 1/2 Wochen beim Decken war, haben wir heute einen Ultraschall machen lassen. Das Ergebnis: Sie ist leer geblieben, es wird keine Welpen geben. Es soll wohl einfach nicht sein. Auch wenn es für irgend etwas gut sein wird, bin ich momentan sehr enttäuscht und traurig. Ob ich es noch einmal mit ihr versuche, weiß ich jetzt noch nicht. Ich habe ja noch ein paar Monate Zeit, um darüber nachzudenken.

Falls ich mich entgegen meiner momentanen Stimmungslage dafür entscheiden sollte, dann ist der nächste Termin gegen Jahresende.

18.06.18

Es ist Zeit, auch hier die traurige Neuigkeit zu verkünden. Unser Sonnenschein ist für immer erloschen. Hummel ist am 07. Juni 18 in den  frühen Morgenstunden gestorben. Es ging ihr nur einen Tag schlecht und daraufhin hat sie beschlossen zu gehen, noch bevor wir den Tierarzt verständigen konnten. Sie fehlt uns so.

04.04.18

Da wir immer wieder so nette und mitfühlende Worte wegen Hummels Krankheit bekommen, möchte ich kurz berichten, wie es ihr geht. Mit einem Wort: gut. Sie hat wieder Appetit, sieht viel besser aus und ist eigentlich ganz fidel. Wenn sie diese riesige Metastase am Hintern nicht hätte, würde man derzeit gar nicht merken, wie krank sie ist. An dieser Metastase muss das tägliche Würstchen vorbei und das dauert dann schon mal. Es sieht ein wenig plattgedrückt aus, wenn die Arbeit erledigt ist, aber es funktioniert und das ist die Hauptsache. Wir hoffen, dass es ihr noch lange so gut geht und dass sie den Sommer genießen kann.

08.03.18

Momentan geht es hoch her in der Kromi-Welt. Anlass sind neue genetische Erkenntnisse, die je nach Verein unterschiedlich kommuniziert werden. Meine Gedanken dazu richten sich an die Kromfohrländerzüchter, dürfen aber auch gerne jedem anderen als Denkanstoß dienen. Weil ich dieses Thema sehr ernst nehme, habe ich den Text auf die Startseite gesetzt: http://sabine.furchenhund.at/

14.02.18

Wir hatten für das Frühjahr 2018 Welpen geplant, aber Praline hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, es gibt also voraussichtlich heuer keine Welpen. Einzige Ausnahme wäre, dass sie nochmals sehr bald wieder läufig würde, also bis spätestens Ende Mai. In den Winter hinein möchten wir keine Welpen haben, das ist für alle Beteiligten eher unlustig. Ob es ansonsten 2019 Welpen geben wird, hängt davon ab, ob Praline uns noch fit genug erscheint oder ob wir sie in den verdienten Ruhestand entlassen.

Wir hatten uns schon so gefreut und ich bin schon recht traurig, aber es wird wohl für irgendwas gut sein…

Die Kleinen wären die Enkel unserer Hummel gewesen, aber es hat nicht sollen sein. Wir sind emotional auf einer Achterbahnfahrt, denn wir haben vor kurzem erfahren, dass sie einen Lebertumor hat. Den ganzen Januar hat sie sehr schlecht gefressen, obwohl sie seit ihrer Kastration überhaupt nicht mehr mäkelig war. Nachdem sie sichtlich abgemagert ist, waren wir beim Tierarzt und ihre Leberwerte sind katastrophal. Mittlerweile haben sich riesige Metastasen gebildet und wir haben uns darauf eingestellt, dass unser gemeinsamer Weg bald zu Ende sein wird. Deshalb wären ein paar kleine Hummelomawelpen ein Seelenpflaster gewesen.

Nun, Praline ist ein ausgesprochen feinfühliger Hund. Als unsere alte Dizzy schwer krank wurde, hat sie auch keine Welpen bekommen und wir hatten somit sehr viel Zeit für Dizzys Pflege. Vielleicht ist das diesmal auch so. Da wir es nicht ändern können, trösten wir uns mit diesem Gedanken.

Wir versuchen, unserer Hummel eine ganz normale, gute letzte Zeit zu bereiten und achten sehr darauf, dass wir Fröhlichkeit ausstrahlen. Wir betrachten jeden einzelnen Tag, der uns mit ihr bleibt, als Geschenk und hoffen inständig, dass sie uns so wie damals Dizzy unmissverständlich zeigt, wenn sie nicht mehr will.

20.01.2018

Die Kromudels gibt es nun seit genau 6 Jahren. Herzlichen Glückwunsch an unsere G-Kinder! Vor einigen Monaten habe ich unter den Kromudelbesitzern eine Umfrage gestartet. Das Ergebnis kann man unter “Kromudelzucht” nachlesen.