L-Wurf

Unsere Interessentenliste für diesen Wurf ist bereits übervoll, wir können daher keine weiteren Bewerber mehr annehmen!

09.06.21

Nur noch 2 Wochen sind es bis zur Geburt. Bis jetzt war es noch nicht besonders sommerlich, das ist für eine Trächtige im letzen Drittel äußerst angenehm. Milli geht es wirklich sehr, sehr gut. Sie frisst, sie rennt, sie schmust, lediglich spielen will sie gar nicht mehr.

Von den Welpen bekomme ich immer noch keine Klopfzeichen. Entweder sind sie noch eher klein oder es sind so wenige, dass sie nicht so an die Bauchdecke gedrängt werden. Oder beides. Ich kann das überhaupt nicht abschätzen. Mir kommt eine Seite gefüllter vor als die andere und es ist deshalb gut vorstellbar, dass eine ungerade Anzahl heranwächst. Ob es 5 oder 7 sind, kann ich lediglich vermuten.

Sehr dick ist Milli noch nicht, aber da sie einen recht langen Rumpf hat, steckt da auch gerne mal einer unter den Rippen. Ich hab sie die Tage beim Gras fressen fotografiert. Doch, ein wenig Bauch kann man erkennen.

Woche 8 (1)w  Woche 8 (8)w

Was ich vor allem erkenne: Eine heuer nicht enden wollende Zeckenplage. Genauso lange, wie wir spazieren gehen, sitze ich hinterher und lause die Hunde. Jeden Tag fische ich zwischen 10 und 50 Stück der garstigen Krabbler aus dem Fell, und trotzdem entkommen ein paar meinem bösen Blick und beißen sich fest. Die, die ich erwische, haben kein Erbarmen zu erwarten und werden umgehend ermordet. Selbst schuld, warum sind sie nicht im Wald geblieben?

Milli lässt die Sucherei recht tapfer über sich ergehen. Während Praline angesichts der Zeckenzange sofort unter dem Küchentisch verschwindet, ergibt Milli sich ihrem Schicksal und lässt sich die Quälgeister ohne Gegenwehr abklauben bzw. herausschrauben. So ein braver Hund! Dann wollen wir mal hoffen, dass ihre Kinder genauso geduldig werden.

03.06.21

Liebe Mitleser, bitte seid nicht verwundert, dass es diesmal so wenig Text gibt. Wir haben einfach zu viel zu tun. Unsere Welpensachen sind in die Jahre gekommen. Deshalb wird ausgemustert, neu gekauft, repariert, adaptiert, gestrichen, gewaschen, geputzt, 20m Zaun ergänzt usw. Das ist diesmal ganz schön viel Arbeit und am Abend bin ich so müde, dass ich nicht mehr denken kann.

Abgesehen davon gibt es wirklich nicht viel zu berichten. Milli ist eine sehr unkomplizierte Trächtige und nimmt unspektakulär, aber stetig zu. Die Gewichtszunahme hat übrigens oft viel weniger zu bedeuten als der Umfang. Vergleiche ich die Bäuche meiner vorherigen Mamas mit dem von Milli, kann ich mit einem durchschnittlich großen Wurf rechnen, sprich irgendwas zwischen 6 und 8 Welpen. Unsere Hummel hatte eher kleine, leichte Welpen und nahm oft gar nicht viel zu. Praline hatte im Vergleich zu ihrer Körpergröße recht stattliche Welpen und Dizzy richtig dicke Brummer und sehr, sehr viel Fruchtwasser. Deshalb hatten sie bei gleicher Welpenanzahl völlig unterschiedliche Gewichtszunahmen, aber recht ähnliche Umfangsvergrößerung. Ich bin gespannt, ob Milli sich in diese Beobachtung einfügt oder ein ganz eigenes Süppchen kocht.

02.06.21

Zack-schon wieder eine Woche um. Milli geht es richtig gut. Sie saust noch munter herum, frisst mit gutem Appetit und hätte sie nicht schon 10cm an Umfang zugelegt, würde man gar nicht merken, dass sie brütet. Da sie sowieso extrem verschmust ist, kann sie sich hierbei kaum steigern. Allerdings genießt sie unser Verwöhnprogramm sehr und wir kraulen und schmusen und flauschen, schon allein wegen ihrem verzücktem Gesichtsausdruck. Einer Schwangeren tut man ja ganz besonders gerne etwas Gutes, nicht wahr?

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26.05.21

Die 6. Woche ist angebrochen und Milli bekommt schon ein kleines Bäuchlein. Nach den Rippen ist es nicht mehr weich und hohl, sondern schon gut gefüllt. Das Maßband bestätigt es, ein paar Zentimeter an Umfang sind bereits dazu gekommen. Sehen tut man noch nichts, aber das wird sowieso schwierig werden, da sie durch ihr üppiges Fell immer ein bisschen mollig wirkt.

Was mich immer wieder fasziniert, ist der hormongesteuerte Ablauf des Verhaltens. Niemand bringt der Hündin bei, was sie tun muss, sie weiß es einfach. Wie verkümmert unsere Instinkte dagegen sind! Bereits einige Wochen vor der Läufigkeit kann man beobachten, wie sich Aufmerksamkeit und Energie steigern. Müsste Milli sich selbst versorgen, hätte sie dadurch mehr Jagderfolg und könnte sich eine Reserve anfressen, von der sie während einer Trächigkeit zehren könnte. Momentan pflegt sie besondere Leckerbissen zu bunkern. Sie vergräbt sie je nach Wetterlage im Garten oder im Bettchen/Sessel/Sofa und bewacht ihren Schatz knurrend. Damit hat schon ihre Mama alle genervt, und die Tochter tut es ihr nun gleich.

Wir amüsieren uns drüber und freuen uns, dass unsere junge Dame offensichtlich ihre 7 Zwetschken beieinander hat. Auch wenn das natürliche Verhalten für uns nicht immer bequem ist. Denn kurz vor Beginn der Hitze kann eine Hundedame ganz schön zickig zu anderen Hunden sein. Die gesteigerte Wahrnehmung erfordert mehr Aufmerksamkeit bei den Spaziergängen, denn die sonst so brav hinter mir herdackelnde Milli saust plötzlich Katzen nach, die 300m entfernt in der Wiese sitzen und riecht alle paar Meter ins Gebüsch. Vielleicht sitzt ja ein Hase drin. Während der Läufigkeit ist man nur bedingt gesellschaftsfähig und vermeidet, von zu Hause aus spazieren zu gehen, damit man nicht die ganzen Rüden der Gemeinde vor der Gartentür sitzen hat. Für mich gehören diese Dinge dazu und ich finde sie immer wieder spannend.

Wir hoffen, dass Milli auch weiterhin so instinktsicher bleibt und ohne Probleme die bevorstehende Geburt meistert und ihre Kinder versorgt.

23.05.21

Woche 5-1Und schon ist die halbe Tragzeit um. Milli ist recht ruhig geworden, frisst wenig, schläft viel und putzt sich. Also wie immer. Die erste Trächtigkeit beobachtet man ja immer besonders genau und es ist beruhigend, dass alles ganz normal läuft. Ein ganz klein wenig hat sie auch schon zugenommen, sonst gibt es keine aufregenden Neuigkeiten. Also dösen wir entspannt in den Feiertag.

Woche 5-2

14.05.21

Heute früh hatten wir einen Ultraschalltermin und -große Freude- Milli ist trächtig! Da am 24. Tag die Welpen noch sehr klein sind, haben wir nur geschaut, ob was drin und es mehr als ein einzelner ist. 4 Fruchtblasen waren recht schnell zu erkennen, damit war ich zufrieden, hab meine kleine Mami  eingepackt und war so schnell wieder zur Tür draußen, dass ich total vergessen habe, nach einem Foto zu fragen. Egal, die sehen eh immer gleich aus. Milli war bestimmt froh, nicht länger als unbedingt nötig auf dem Tisch sein zu müssen, und wir freuen uns auch ohne Foto wie die Verrückten. Rund um die Sommersonnenwende ist der Geburtstermin und wir sind schon sehr gespannt, was Milli ausbrütet.

Bis jetzt läuft hier alles recht entspannt. Milli frisst zur Zeit eher wenig, aber immerhin so viel, dass ich mir keine Sorgen machen muss. Ihre Mama war da immer ganz furchtbar. Wochenlang totaler Hungerstreik. Welchen Affenzirkus wir aufgeführt haben, damit sie wenigstens ein bisschen was frisst! Milli ist auch als werdende Mama, wie bei fast allem, unkompliziert, das ist wirklich schön.

23.04.21

Gestern haben wir unseren süßen Bubi ein zweites Mal besucht. Diesmal hatte er deutlich mehr zu tun, um Milli zu bezirzen. Gerade deshalb bin ich noch begeisterter von ihm, denn er blieb immer charmant, geduldig und freundlich-hartnäckig, auch wenn der Braut eher nach brasilianischem Samba denn nach langsamem Walzer war (oder Hosentürlreiber, wie man bei uns recht anschaulich zu sagen pflegt). Fröhlich hoffend hat er es einfach immer wieder versucht. Auch wenn sie sich zum x-ten Mal kurz vor knapp weggedreht und hingesetzt hat und dann wieder wie eine Wilde losgesaust ist. Ohne ungeduldig oder nervös zu werden. Nach fast einer 3/4 Stunde Dauerlauf hatte ich Erbarmen mit ihm und bin aus der komplett passiven Beobachterposition heraus einfach mal ums Hauseck aus dem Blickfeld gegangen. Milli hat anscheinend auf meine Unterstützung gewartet und ist mir nachgelaufen. Ganz dicht an mich gedrängt und mit viel Lob und Dauerkraulen und Bestätigung, dass das alles ganz, ganz super sei, hat sie ihn schlussendlich gewähren lassen. Der arme Kerl, nix geht ohne die Schwiegermutter…. Manchmal bin ich froh, dass Hunde nicht sprechen können. Sie sagen auch so genug mit ihrem Blick!

???  ???

Damit lassen wir es gut sein. Wir haben eine spannende Zeit hinter uns und ich bin wirklich sehr froh, dass es zusätzlich zur eigenen Erfahrung und Beobachtung diagnostische Unterstützung vom Tierarzt gibt. Ohne die Überwachung des Progesteronspiegels und des Zellabstrichs hätte ich mich nicht getraut, bis zum 15. Tag der Läufigkeit zu warten, um das erste Mal zum Rüden zu fahren. Mein Gefühl (und mein Auge) lag richtig, aber eine Bestätigung, sozusagen schwarz auf weiß, beruhigt die Nerven doch sehr. Wir sind sehr guten Mutes, dass die Liaison -hoffentlich reichlich- Früchte tragen wird.

21.04.21

nach der Hochzeit

Hochzeiten werden gerne an einem “schönen” Datum gefeiert. Vielleicht hat es deshalb auch gleich geklappt mit unserem entzückenden Liebespaar. Wie schon beim ersten Treffen waren sich Milli und ihr Bräutigam vom ersten Moment an sympathisch. Sie mögen sich einfach.

Eine Viertelstunde haben sie einen schönen, eher langsamen Walzer getanzt, bevor es zur Sache ging. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so ein ruhiges, völlig entspanntes Hundepaar beobachtet zu haben. Milli hat -ganz mühlviertler Spross- gesagt: Jo, passt scho’. Und ihr Gemahl: Guad, daun pack ma’s. Er war vorher cool, mittendrin, und danach sowieso. Als würde er das jede Woche machen. Milli war ganz kurz erschrocken -huch, was macht der da?- und hat sich an mein Hosenbein gedrängt. Ein bisschen Kopfi kraulen und gut zureden, und alles war in Ordnung. Nach einer Viertelstunde, während der ich beide mindestens 200x gelobt habe, wie toll sie das machen, war die Gaudi vorbei und die zwei waren sehr gelöst und wirkten äußerst zufrieden.

Na, und ich erst! Eine derart harmonische, unkomplizierte und stressfreie Hochzeit macht große Freude und Hoffnung auf supertolle Welpen. Um sicher zu gehen, werden wir den Spaß wiederholen, frei nach dem Motto: amoi geht’s nu, amoi geht’s nu leicht. Danach geht es weiter mit der Warterei, nämlich auf den Ultraschalltermin Mitte Mai. Dafür werden eure Daumen wieder gebraucht, da sie für dieses Mal schon so gut geholfen haben!

13.04.2021

Milli ist seit ein paar Tagen läufig und die Reisesituation ist unverändert, deshalb ist nun die Entscheidung gefallen, welchen Vater der L-Wurf haben wird. Milli und ich bleiben in Österreich und werden zum Hochzeit halten unseren netten kleinen Freund heimsuchen, den wir vor ein paar Wochen kennengelernt haben.

Ich gestehe, dass ich sehr aufgeregt bin, denn keiner von beiden hat Deckerfahrung. Allerdings glaube ich an die Kraft der Natur, die wird das schon richten. Es ist ein Riesenvorteil, dass die beiden sich schon getroffen und auf Anhieb sehr gemocht haben. Mir gefällt auch die Verpaarung immer besser, je weiter ich im Stammbaum herumwühle. Erst ab der 6. Generation tauchen doppelte Namen auf, beide haben einen blütenweißen Gentest, ihre Eltern sind bis auf Praline, die mittlerweile zu alt ist, immer noch in der Zucht, sind also gesund. Das Sahnehäubchen ist der feine Charakter, der beide Hunde ganz besonders liebenswert macht. So macht Zuchtplanung Freude!

Liebe Freunde, drückt uns nächste Woche fest die Daumen, dass alles klappt!

März 2021

Es wird nicht gescheiter, die Coronainfektionen steigen, statt zu sinken. Es sieht nicht nach baldiger Reisefreiheit ohne Einschränkungen aus. Nach wie vor wäre es unser Plan, nach Deutschland zu unserem ausgesuchten Rüden zu fahren, aber von dieser Idee beginne ich mich langsam innerlich zu verabschieden. Es wird mit jedem Tag wahrscheinlicher, dass wir unseren netten Rüden hier in Österreich besuchen werden, wenn Milli soweit ist.

Und nett ist er, richtig, richtig nett. Wir haben ihn vor kurzem persönlich kennengelernt, die Milli und ich, und wir waren beide total begeistert. Die Hunde haben sich auf Anhieb blendend verstanden, haben miteinander getobt und gespielt und der junge Mann hat seinen Charme spielen lassen, seiner neuen Freundin die Öhrchen geputzt und ihr galant den Hof gemacht. Zu mir war er sehr freundlich und offen, und ausgesprochen hübsch ist er auch noch. Ich habe selten einen so gechillten, souveränen und lieben Kromirüden erlebt. Dieser junge Mann ist einfach großartig.

Sollte uns das Reisen nach Deutschland verwehrt bleiben, dann sehe ich das einfach als Fügung des Schicksals an. Und wenn nicht, dann freuen wir uns auf einen späteren Wurf mit ihm.

Januar 2021

Da sowohl mein Erstwunschrüde als auch die Ersatzrüden alle in Deutschland stehen, ist es Stand Januar 2021 nicht sicher, ob ich wegen der Corona-Situation im Frühling dorthin zum Decken werde fahren können. Ich muss ja nicht nur die Grenze passieren und ohne Quarantäne meinen Weg fortsetzen können, sondern auch essen, übernachten etc. Und das für mehrere Tage, da alle in Frage kommenden Rüden ca. 800-1000km weit entfernt sind. Und nachher kann ich es mir auch nicht erlauben, mich in Quarantäne zu begeben, mein Arbeitgeber würde mir aufs Dach steigen. Deshalb habe ich mich in der letzten Zeit mit einem Plan B beschäftigt.

Erfreulicherweise steht mir nun auch hier in Österreich ein ganz großartiger Rüde zur Verfügung. Er ist noch jung und ich hätte ihn mir deshalb eher gerne für einen späteren Wurf aufgehoben. Ein älterer Rüde, der gesund ist, Erfahrung beim Decken und gesunden Nachwuchs hat, ist für eine kleine Jungfrau immer die Optimalbesetzung. Aber sollte die Pandemie kein normales Reisen möglich machen, ist er eine hervorragende Alternative. Gesundheitlich und verwandtschaftlich würde diese Verpaarung mindestens genauso gut dastehen. Lediglich bei der Optik gäbe es das “Risiko”, dass zwar alle Welpen kurzhaarig würden, aber statistisch zu 25% bartlos blieben. Also so ziemlich die geringste meiner Sorgen. Falls also dieser Rüde zum Zug kommt, sollten Interessenten grundsätzlich damit klar kommen, dass ihr Hund evtl. keinen Bart bekommen könnte.

Sommer 2020

Mit Hilfe von kundigen Heinzelmännchen habe ich als Papa für den ersten pi Kromfohrländer-Wurf einen reinrassigen Kromirüden für Milli gefunden. Nicht irgendeinen, sondern einen, der wirklich gut zu ihr passt. Sowohl verwandtschaftlich als auch gesundheitlich. Der Rüde hat bereits bezaubernden, gesunden Nachwuchs und ist selbst schon im mittleren Alter, und das bei bester Gesundheit. Die Nachkommen der beiden werden trotz 75% Kromfohrländeranteil in den ersten 5 Generationen keinen einzigen gemeinsamen Vorfahren haben. So etwas ist direkt eine kleine Sensation für mich. (Selbst der RZV, der immer noch die allermeisten reinrassigen Zuchthunde unter seinen Fittichen vereint, hat die Zuchtbestimmungen geändert und erlaubt jetzt wieder Verwandtschaft bereits in der 3. Generation, weil sonst kaum noch Zuchtpartner zu finden wären.) Ein wenig Bonusmaterial optischer Natur kommt auch noch mit dazu, denn die Welpen werden alle kurzhaarig, rau und (statistisch) zu 75% dunkel geboren, also mit kräftig rotbrauner Farbe und schwarzer Nase (wobei ich die hell geborenen Kromis ganz besonders liebe, sie haben für mich etwas Feenhaftes an sich). Und für den Fall, dass die beiden sich nicht mögen, gibt es noch einige feine Rüden in Reserve, die eine ähnlich gute verwandtschaftliche Konstellation bieten.