Milli

Kamille von der Weberkarde

geboren am 02.01.2019

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Milli ist unser erster „selbstgebastelter“ Hund und stammt aus Pralines K-Wurf. Wir wollten eigentlich keinen weiteren Hund, aber Milli war der Meinung, dass es mit nur einem einzigen Hund im Hause Schöllerbacher viel zu langweilig ist und hat darauf bestanden, bei uns zu bleiben. Sie hat etwas an sich, das ich nur schwer mit Worten beschreiben kann. Was auch immer es ist, es hat uns völlig verzaubert und deshalb war es uns unmöglich, sie nicht zu behalten. Bis sie ausgewachsen und auch im Wesen ausgereift ist, möchte ich den interessierten Leser an ihrer Entwicklung teilhaben lassen und werde deshalb regelmäßig hier berichten. Eine endgültige Milli-Beschreibung wie bei unseren anderen Hunden entfällt dadurch wahrscheinlich oder wird evtl. von mir ergänzt, wenn sie mir komplett „erwachsen“ vorkommt.

 

Zuchttauglichkeit Teil 3

Mohn

Bekanntlich sind aller guten Dinge 3. Nach dem Gentest und der klinischen Untersuchung haben wir nun die Laborauswertung von Blut und Harn beieinander. Das war gar nicht so einfach. Wir sind nämlich draufgekommen, dass das Fleisch, mit dem wir unsere Hunde füttern, stark mit Hormonen und Bakterien belastet ist. Also haben wir umgestellt und gewartet, bis überflüssige Stoffe aus dem Körper draußen waren. Alles gut, Blutprobe ist durch den TÜV.

Dann die Harnprobe. Meine Nerven! Normalerweise gehen mein Mann und ich bei einem solchen Vorhaben gemeinsam am Morgen mit dem Hund in den Garten. Der eine hat ihn an der Leine, der andere geht mit einem alten Suppenschöpfer hinterher, und wenn der Hund pieselt, hält der Schöpferhalter selbigen unter und fängt den Harn auf. Milli hat das so irritiert, dass sie gar nicht Pipi machen wollte. Nun, irgendwann lässt sich der Drang nicht mehr aufhalten. Leider hat sie sich ganz tief hingehockt und als der beste Ehemann mit der Kelle dazu wollte, hat er sie aus Versehen am Bein berührt und sie ist weggesprungen. Gut, kann passieren, 2. Anlauf beim Morgenspaziergang. Keine Chance. Dann haben wir getauscht, Mann mit Hund an der Leine, Frau mit gezücktem Schöpfer. Ein paar Tröpfchen konnte ich tatsächlich auffangen und man darf eigentlich gar keinem erzählen, wie man sich über so ein bisschen Pipi freuen kann. Immerhin, knapp 2ml habe ich in eine 20ml Spritze aufziehen können, das reicht für eine Untersuchung. Eigentlich.

Am nächsten Tag habe ich beim Tierarzt angerufen, ob der Befund schon da sei. War er nicht. Beim Labor nachrufen. Sie können den Befund nicht finden, aber sie haben die Probe ja untersucht, also müsse er ja irgendwo sein. Nach wochenlanger Hin- und Hertelefoniererei die ernüchternde Erkenntnis, dass der Befund im Nirvana des Laborcomputers verschwunden ist und wir den Test wiederholen müssen. Na super!

Der beste Ehemann hat dafür den Schöpfer an einen langen Stock geklebt, um die Suppenkelle etwas unauffälliger unter des Hundes Fahrgestell schieben zu können. Das war eine großartige Idee! Da niemand sich rasch bücken und den Schöpfer schnell-schnell drunterhalten musste, war Milli überhaupt nicht mehr gestört. Dummerweise hat der beste Ehemann den Abstand etwas falsch eingeschätzt und Milli hat 2cm davor laufen lassen. Ist nicht so einfach, wenn man weiter weg steht. Große Enttäuschung unsererseits. Was für ein Brimborium!

Beim nächsten Spaziergang hab ich es alleine probiert. Kürzere Leine, Praline ohne, damit sie nicht im Weg steht. Milli hat sich, statt zu pieseln, ständig zu mir umgedreht und mich erwartungsvoll angesehen, wann ich denn nun endlich gedenken würde, die Leine auch bei ihr abzuhängen. Hochgezogene Augenbrauen vom Frauli dafür geerntet: Erst pieseln, dann Leine weg. Nach einer Weile hat sie tatsächlich aufgegeben, den nächsten Grasbüschel angesteuert und lange, lange ihr Morgenpipi gemacht. Lange genug, um mein untergeschobenes Brunzi-Auffanggerät bis an den Rand zu füllen. Heureka! Jetzt nur nichts verschütten. Verdammt, die Verpackung der Spritze lässt sich mit einer Hand nicht richtig aufreißen. Die Zähne müssen ran. Ja, geschafft, das Papier hat einen Riss! Meine Aufregung lässt meine Hände zittern. Spritze rausfummeln, den Schöpfer vorsichtig nach oben holen, Spritze eintauchen, aufziehen. Verflixt, das spießt sich, wenn man es mit der „falschen“ Hand probiert. Endlich, der Kolben bewegt sich, der kostbare Harn ist eingefangen! Welch ein Sieg! Mein Deo allerdings hat den Kampf gegen das Adrenalin verloren, aber das war mir egal. Mit Tränen der Freude in den Augen und müffelnden Achseln fuhr ich das wertvolle, ja, geradezu heilige Pipi zum Tierarzt und kam mir ob meiner schwer erkämpften Fracht vor wie ein Drogenkurier.

Machen wir’s kurz: Alles bestens, Milli darf eine Mama werden! Noch kann ich mir das gar nicht richtig vorstellen, sie ist halt einfach mein kleines Baby, aber das wird sie wohl in meinen Augen noch lange bleiben. In Wirklichkeit hat sie sich zu einer tollen jungen Dame entwickelt, die langsam zur erwachsenen Hündin heranreift.

das Lächeln der Milli  Milli 15 Monate

Höhentechnisch hat sich nichts mehr getan, da wird sie wohl bei etwas über 40cm bleiben. Im Durchschnitt wiegt sie um die 10kg. Da sie immer noch sehr jugendlich schlank ist, denke ich, dass bis zum Ende des 3. Lebensjahres noch etwa 1kg dazu kommen wird. Perfekt. Rein optisch ist sie mit ihrem Wuschelfell schwer einzuschätzen. Am Ende des Winters war sie ordentlich zugewachsen und sah ein bisschen untersetzt und pummelig aus. Tatsächlich ließen sich, nachdem es im April schon fast sommerlich warm war, endlich die abgestorbenen Haare halbwegs gut trimmen und der Effekt war enorm.

vor dem Trimmenvorher   nach dem Trimmennachher

Unter den Zotteln kamen ellenlange Beine und eine grazile Taille zum Vorschein und –welche Überraschung- ein Hals! Milli hatte einen Kragen wie ein Löwe gehabt, jetzt kann man sich an ihrer sportlichen Figur erfreuen. Eigentlich ist ihr Fell richtig toll. Es haart kaum, die toten Haare kann man gut entfernen und das, was übrig bleibt, ist immer noch sehr dicht und wetterfest, nahezu stockhaarig. Die Wuscheloptik finde ich sehr niedlich und einladend, die Finger darin zu vergraben.

schlanke Milli  Waldfee

Nach wie vor ist Milli süchtig nach Körperkontakt und schmust und kuschelt für ihr Leben gern. Sie hat dabei eine Eigenart, die vor ihr noch kein Hund bei uns hatte. Wenn Sofazeit ist, setzt sie sich mit dem Rücken zu mir ganz dicht neben mich hin, lässt sich einfach nach hinten umfallen und hängt sich quer über meinen Schoß, um sich durchflauschen zu lassen. Solch ein blindes Vertrauen ehrt mich. Wenn ich mich hinlege, legt sie sich so dicht an mich, wie sie nur kann, um möglichst viel von ihrem Körper an meinen zu drücken. Am liebsten hat sie es, wenn ich sie wie einen Teddybär in den Arm nehme und sie ihre Nase in meine Halsbeuge bohren kann. Was soll man da noch weiter erzählen…

meine Süßen II  meine Süßen

Vor kurzem hatten wir nach der langen Zeit der Corona-Beschränkungen wieder Besuch von Interessenten und ich war sehr gespannt, wie sie nach ihrer zweiten Läufigkeit und dem wochenlangen Einsiedlerleben reagieren würde. Erfreulicherweise ziemlich genauso wie vorher. Sie meldet, guckt sich die Leute erst mal eine Zeitlang an und kommt dann von selbst, um sich mit Genuss durchkraulen zu lassen. Irgendwann hockt sie dann bei den Leuten auf dem Schoß und schmust sie gnadenlos ab.

Apropos schmusen,wir waren nochmal beim Tierarzt wegen der Laborwerte, und da war sie wieder ganz die Alte, hat sich ohne Probleme anfassen, behandeln und kraulen lassen. Und jetzt weiß ich auch, wieso sie beim vorigen Mal so skeptisch war. Es war einfach die falsche Tierärztin. Wenn ich mit Praline dort war, hab ich Milli immer mitgenommen und zu Übungszwecken auf den Tisch gestellt. Meistens war die liebe Hanna, die seit einigen Jahren als Co-Doc das Praxisteam verstärkt, die behandelnde Ärztin. Und die hatte die Ehre, Milli immer nur verwöhnen, streicheln und sie mit Leckerlis vollstopfen zu dürfen. „Unsere“ Daniela, die wir schon seit fast 20 Jahren kennen, hat Milli geimpft und gechippt, also immer die eher unangenehmen Sachen gemacht. Und somit ist sie auch nicht besonders beliebt, auch wenn sie dann mal gar nichts Schlimmes tut. So sind sie halt, die Kromis. Wen sie als Junghund ins Herz schließen, den mögen sie besonders gern. Und wer sich in dieser Zeit unbeliebt macht, hat es später sehr viel schwerer mit ihnen.

 

Nachdem wir auch quasi monatelang keinen fremden Hund getroffen haben, war ich neugierig, ob ihr Verhalten sich in Bezug auf ihre Artgenossen geändert hat. Aber auch hier benimmt sie sich wie immer. Grundsätzlich findet Milli andere Hunde spannend. Sie ist zwar ein bisschen aufgeregt, wohl meistens, weil Praline leider IMMER erst mal bellt, wenn sich etwas Lebendes nähert (seit sie Chefin ist, sieht sie ihre Berufung darin, Bewegungsmelder und Alarmanlage in einem zu sein). Gelingt es mir, Praline zu bremsen und bei mir zu behalten, läuft Milli mit wedelndem Schwanz hin, stellt sich mit aufgestellten Öhrchen vor den fremden Hund und wäre sie ein Mensch, dann würde sie wahrscheinlich sagen: „Hallo, ich bin die Milli, wie heißt’n du?“ Und dann beginnt das normale hündische Ritual mit beschnüffeln, umkreisen, etc. Wie es weitergeht, hängt vom Gegenüber ab. Ist es ruhig, entspannt und nur mäßig interessiert, geht jeder seiner Wege. Ist es ein Lustiger, wird eine Runde herumgehopst. Ist es ein ganz stürmischer, eher derber Geselle, dann wird sie sauer und verbellt ihn. Lässt er nicht ab, was bei diesen Hundetypen ja leider meistens der Fall ist, gibt’s kurz ein paar um die Ohren. Das passiert eigentlich immer nur dann, wenn der Besitzer des anderen Hundes es nicht schafft, seinen Hund abzurufen oder das auch noch witzig findet. Da Milli solche Heinis nur allzu gern von der Pelle haben will, kommt sie sofort zu mir, sobald sie dem Grobian auskommt, hat also kein Interesse an Raufereien. Als leidgeprüfte Kromibesitzerin (unsere Dizzy war mit anderen Hunden sehr schwierig) bin ich überglücklich mit ihrem Sozialverhalten und hoffe inständig, dass es so bleibt.

jetzt bin ich die Große

Milli überrascht mich immer wieder mit ihrer Intelligenz. Dieser Mix aus Pudel- und Kromigenen ist ein ausgesprochen glücklicher. Pudel sind ja für ihre außerordentliche Klugheit bekannt und in Kombination mit dem etwas eigenständigeren Charakter des Kromis ergibt sich, zumindest bei Milli, eine derart hohe Auffassungsgabe, die einem hie und da suggeriert, dass sie tatschlich das gesprochene Wort versteht. Außerdem kann sie Vorhaben in mehreren Schritten weiterdenken. Man kann das schwer erklären, man muss es erleben. Ich finde es zum Beispiel sehr interessant, dass sie selbstständig auf praktische Lösungen für sich kommt oder Ereignisse kombiniert und ihr Verhalten daraufhin einstellt, ohne dass es ihr jemand gezeigt oder verlangt hat.

Ein Beispiel: Bei uns sind, sobald es warm ist, die Haustür, die in den Garten mündet, und alle Fenster offen. Ist nichts Aufregendes los, dann liegen die Hunde meistens im Wohnzimmer und schlafen. Wenn jemand kommt, schauen sie  nach, wer das ist. Bis jetzt sind alle zur Haustür hinausgelaufen. Milli ist der erste Hund, der durchs Wohnzimmerfenster nach draußen springt (ist nicht sehr hoch, keine Sorge!), denn das ist der kürzere Weg. Finde ich ziemlich schlau.

Oder die Sache mit der Kröte. Milli kann sich sehr lange mit Käfern, Kellerasseln oder Spinnen beschäftigen. Sie findet es unterhaltsam, sie zu beobachten, mit den Zähnen zu fangen, sie wieder auszuspucken und erneut zu fangen. So lange, bis sie sich nicht mehr rühren, die armen Dinger. Wenn am Wegesrand gar eine Maus huscht, ist sie schwer zu bremsen. Alles, was sich bewegt, erregt ihre Aufmerksamkeit  und ist höchst spannend. Leider auch davonflitzende Hasen. Wir haben es halbwegs im Griff, aber es kostet sie große Überwindung, ihrem Drang nicht zu folgen. Neulich hat sie eine Kröte entdeckt. Wie lustig, die hüpft! Milli, ganz in ihrem Element, rennt hin und will sie aufs Korn nehmen. Da die wirklich grauslich schmecken, hätte sie eh schnellstens davon abgelassen. Also habe ich mich amüsiert auf ihren angewiderten Gesichtsausdruck gefreut, sobald ihre Zunge die krötige Haut berühren würde, und meinte nur beiläufig: „Lass die Kröte gehen, die ist nicht schmackhaft.“ Milli bremst, sieht mich an, ich verziehe mein Gesicht. Sie schaut auf die Kröte, auf mich, auf die Kröte, zuckt mit den Schultern, seufzt und geht weiter. Und lässt mich verdutzt zurück. Ich freue mich jetzt schon auf ihren Nachwuchs…

immer diese Blumenfotos

 

Zuchttauglichkeit Teil 2

Milli hat den klinischen Teil der Zuchttauglichkeitsuntersuchungen hinter sich. Mit so genanntem “rassetypischen” Verhalten. Sprich, es hat ihr keine allzu große Freude bereitet, dass ihr jemand so auf die Pelle rückt. Am liebsten wäre sie vom Tisch gesprungen und hat das Prozedere an mich gedrückt mit unübersehbarer Skepsis, aber sozusagen “mit zusammengekniffenen Arschbacken” halbwegs anständig über sich ergehen lassen. Bis jetzt war das nie ein Problem, sie hat sich immer gerne von der Tierärztin abknuddeln lassen und sogar Leckerlis gefressen. Tja, es steckt halt doch 50% Kromfohrländer im Hund, und der macht sich alterstypisch langsam bemerkbar. Nachdem sie für das Röntgen in Kurznarkose gelegt wurde und nach dem Aufwachen gleich ins Auto verfrachtet wurde, bleibt zumindest dieser Besuch eher nicht in ihrem Gedächtnis hängen.

Mir wird er ganz bestimmt im Gedächtnis verhaftet bleiben, denn so unerfreulich der Besuch für Milli war, für mich war er großartig! Unsere kleine Kamille ist nämlich körperlich komplett befundfrei. Hüfte, Ellbogen und Schultern sind röntgenologisch 1A und auch die Patella ist völlig in Ordnung. Der Herzultraschall sowie das EKG wiesen keine Abweichungen von der Norm auf, die Augen sind klar bis auf den Grund, und auch alles andere, was der Tierarzt sehen und fühlen kann, ist genau so, wie es sein soll (bis auf einen fehlenden Prämolaren, aber das ist ja kein wirkliches Problem). Ein dickes Lob über ihre optische Erscheinung hat sie auch bekommen, und die Tierärztin hat gemeint, wenn alle Hunde, die in die Zucht sollen, so beieinander wären, dann wäre sie arbeitslos. Dieser Hund wäre wirklich wunderschön und eine absolute Bereicherung für die Kromfohrländerzucht.

Jetzt warten wir noch auf den Laborbefund, dann sind die Untersuchungen abgeschlossen und wir können entscheiden, ob wir mit Milli züchterisches F2-Neuland betreten. Wir hätten nämlich noch Platz auf unserer Welpenpinwand und könnten bei Bedarf auch noch eine zweite aufhängen. Gedrückte Daumen sind wie immer ausdrücklich erwünscht und sehr herzlich willkommen!

A-K 2  A-K 1

Millis 1. Schritt in Richtung Zuchttauglichkeit

Wir haben Millis DNA Testergebnis in den Händen. Auch wenn wir nichts anderes erwartet haben, freuen wir uns riesig, dass es Stand März 2020 keinen einzigen Makel aufweist. Das heißt, Milli ist frei von allen derzeit bekannten testbaren Erbkrankheiten.

Wir haben jetzt das erste Rüstzeug, um zumindest in Hinblick auf die testbaren Krankheiten genetisch gesunde Welpen zu planen. Für alle anderen kromitypischen Krankheiten, die man leider noch nicht testen, aber deren Wahrscheinlichkeit man aufgrund von Zuchtwertschätzungen berechnen kann, habe ich gottlob immer noch kundige Menschen um mich, die mich mit den entsprechenden Daten versorgen. Ein herzliches Dankeschön diesen heimlichen Helfern! Ich hoffe, ich kann mich eines Tages bei meinen wunderbaren Heinzelmännchen entsprechend revanchieren.

Der DNA Test beinhaltet nicht nur die Überprüfung der Gene auf evtl. krankmachende Fehler, sondern auch, soweit möglich, auf die Vererbung der äußeren Erscheinung. Auch hier gab es kaum Überraschungen. Eine angenehme Nebenerscheinung davon ist, dass ich in Zukunft wieder etwas mehr Augenmerk auf die kromiähnliche Optik legen kann. Dieser Punkt spielte bei den Einkreuzwürfen der ersten Generation eine eher untergeordnete Rolle und war mehr auf körperlich passende Attribute ausgerichtet denn auf Farbe, Haarlänge oder -qualität. Die 2. Generation sollte wieder sehr typische Hunde hervorbringen. Wir können gespannt sein.

Aber noch ist es nicht soweit. Eigentlich wollte ich mich langsam um die klinischen Untersuchungen kümmern, aber das Coronavirus Covid-19 macht mir einen saftigen Strich durch die Rechnung. Gut, dass wir noch genug Zeit haben, Milli ist ja erst 15 Monate alt. Inzwischen kann ich mich darum kümmern, passende Deckpartner zu ermitteln. Auch an dieser Stelle einen großen Dank an meine Unterstützer. Ihr seid die Besten!

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Milli hat ihr erstes Lebensjahr vollendet

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Eine Jahreswende ist immer ein guter Zeitpunkt, um sowohl Rückschau zu halten als auch in die Zukunft zu blicken. Da Millis Geburtstag damit zusammenfällt, ist dieses Ereignis doppelt dafür geeignet.

Milli ist der erste Hund, den wir aus unserer eigenen Zucht behalten und somit vom ersten Tag an begleitet haben. Das war eine interessante Erfahrung. Die ganze Eingewöhnungsphase entfällt, man kennt das kleine Hundchen schon sehr genau und das kleine Hundchen kennt uns. Vertrauensaufbau ist nicht nötig, denn es ist uneingeschränkt vorhanden. Vieles läuft von Anfang an ganz selbstverständlich.

Milli ist in unseren Alltag hineingewachsen und hat ohne Probleme einfach alles mitgemacht. Sie hat bei den Pferden relativ früh “funktionieren” müssen, denn wenn man gleichzeitig mit dem jungen Hund neben 3 zu betreuenden Pferden auch noch ein Fohlen großzieht, steht die Sicherheit an oberster Stelle. Zeitaufwändig ist es auch, also hat Milli oft warten müssen. Sie kannte es nicht anders und hat nie gemeckert. Zuhause hat sie genug Aufmerksamkeit bekommen und dankt es uns, indem sie zu einer ganz großen Schmuserin herangewachsen ist.

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Dieses Ding mit dem Schmusen hat 2 Seiten. Natürlich genießen wir es sehr, aber sie wickelt uns damit ganz schön um den Finger. Wenn man in der Früh schon so geweckt wird, schmilzt die Konsequenz schon gleich mal ein Stückchen dahin.

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???Eigentlich sollte Milli besser erzogen sein, aber das ist wohl so wie bei den Kindern: je mehr man hat, desto weniger regt man sich über Kleinigkeiten auf. Im Großen und Ganzen ist sie ein lieber, freundlicher, unkomplizierter Hund, und ihre paar Albernheiten stecken wir weg und schieben sie auf die Pubertät. Nur, wenn sie anfängt, Praline zu verdrängen, hört der Spaß bei mir auf. Ihre Mutter ist ein Ausbund an Geduld mit der frechen Göre, sie lässt sich von ihr in den Bart beißen und daran durch die halbe Wohnung ziehen. Auch zu freundschaftlich-welpenähnlichem Geraufe lässt sie sich mehrmals am Tag auffordern und manchmal geht es bei uns zu wie bei den Hottentotten. Nach wie vor macht sie Zerrspiele mit ihrer Tochter, lässt sich von ihr beklauen und beim gemeinsamen Schnüffeln wegdrängeln. Wenn es ihr zu bunt wird, dann sagt sie ihr schon bescheid. Aber wenn Milli beim Kuscheln auf dem Sofa anfängt, sich breit zu machen, damit Praline keinen Platz mehr neben mir hat, dann wird das Frauli ziemlich streng und das Fräulein schleicht sich dahin, wo es hingehört.

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Millis momentaner Entwicklungsstand: Sie wiegt nach wie vor ca. 9,5kg und hat eine Widerristhöhe von 40,5cm. Ihr Körperbau ist alterstypisch noch sehr schlank und schlaksig, das Kaliber kommt ja oft erst im 3. Lebensjahr. Ihr Haarkleid ist am Rücken ziemlich drahtig, also richtig schön rauhaarig. Am Hinterkopf ist das Haar weicher und zeigt ein paar kleine Wellen. Mit Milli haben wir einen Kromudel erwischt, der durchaus haart, aber in eher geringem Ausmaß. Bis jetzt lässt das Fell sich nur mäßig gut trimmen, es sitzt ziemlich fest. Mal sehen, was sich im Frühling tut. Wirklich zupfen kann man die Grannen derweil noch nicht, ohnen dass es weh tut, und das soll es nicht. Also kommen spezielle Geräte wie der Furminator und vor allem der Coat King zum Einsatz  und der macht einen richtig guten Job. Restliches Gewuschel schneide ich mit einer Effilierschere, damit vor allem Bauch und Beine im Winter kurz sind und Eis und Dreck weniger Chance haben, für Unbehaglichkeit zu sorgen.

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Den ersten Geschlechtszyklus hat unser Kamillchen relativ problemlos überstanden. Ein paar Wochen hat sie etwas mäkelig gefressen und war innerlich ein bisschen durcheinander, aber das gehört dazu und ist für mich ein Zeichen, dass die Hormone funktionieren und ihren Plan abarbeiten. Momentan befindet sie sich in der Ruhephase und ist damit beschäftigt, erwachsen zu werden.

Nun zu den kleinen Unarten: Milli wacht sehr gerne. Würde sie ihren größten Wunsch mitteilen können, es wäre wahrscheinlich ein stattlicher Feldherrenhügel, auf dem sie die ganze Gegend im Blick hätte. Und wenn wir sie ließen, würde sie jeden, der sich im Umkreis von 100m befindet, voller Inbrunst ankläffen. Wollen wir nicht, also: kein Feldherrenhügel. Sie hat auch Spaß daran, die armen Vögel zu jagen, die in unserem Garten wohnen. Komme ich vom Spaziergang nach Hause und nehme ihr nach dem Eingangstürchen das Halsband ab, dann schießt sie los. Die Treppe hinunter, mit einem Riesensatz über den großen Blumentopf, scharf links kehrt und mit Hurra mit den Vorderpfoten gegen den kleinen Busch, in dem die Spatzen sitzen. Und dann fröhlich hüpfend hinterher, wenn sie so rücksichtslos aufgescheucht in alle Himmelsrichtungen davon flattern. So eine Kröte.

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Außerdem klaut sie wie ein Rabe. Wenn wir mal nicht da sind, was eher selten vorkommt, dann ist nichts vor ihr sicher. Wie heißt es so schön? Wenn die Katze nicht da ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Milli hüpft auf die Fensterbank und klaut meine Stoffschäfchen. Sie macht auch vor der Küchenbank nicht Halt und mopst Kurts Sorgenfresser. Auch auf dem Tisch war sie schon. Ich hab die Pfotenabdrücke gesehen. Einmal hat sie irgendwie eine Schreibtischlade aufbekommen und den Inhalt gehäckselt. Außerdem ist sie eine große Stofftierschlächterin vor dem Herrn. Es gibt in ihren Augen nichts Großartigeres, als so lange auf einem Plüschvieh herumzubeißen, bis ein Loch drin ist, um es dann genüsslich auszuwaiden. Stück für Stück popelt sie die Füllung heraus, bis es bei uns aussieht, als hätte es geschneit. Ich habe es mittlerweile aufgegeben, die Füllwatte wieder hineinzustopfen und die Löcher zuzunähen. Mittlerweile wohnen im Spielzeugkorb fast nur noch traurige Lappen. Alle anderen Hunde haben zusammen noch nicht soviel Spielzeug, oder Dinge, die sie für Spielzeug hielt, ermordet wie Milli in ihrem ersten Jahr. Graben tut das Fräulein übrigens auch recht gerne. Vorein paar Tagen hat sie eine wirklich schöne große Rose ausgebuddelt. Die ist gottlob durch den Busch gewachsen, in dem die Spatzen sitzen, sonst wäre sie umgefallen und wahrscheinlich erfroren. Diese Schandtat hat keine 5 Minuten gedauert und ich habe, nachdem ich die arme Wurzel wieder zugeschüttet und das Beet Milli-resistent gestaltet habe, nicht ganz ohne Schadenfreude den Hund ein wenig unsanfter als sonst in der Badewanne von den Dreckklumpen befreit. Und mich dann mit ihr aufs Sofa gesetzt und gekuschelt, denn man kann dem kleinen Flegel unmöglich länger böse sein. Spätestens, wenn sie einen durch ihre Stirnfransen anhimmelt, ist alles wieder gut. Ja, unsere Milli ist mit Einfallsreichtum und Humor gesegnet, man muss die Dinge einfach nur mit ihren Augen sehen.

Im Großen und Ganzen war es das auch schon mit ihren Schlimmheiten. Milli ist ein wirklich lustiger, lieber Hund. Sie ist vorsichtig, wenn jemand auf sie zu geht, den sie überhaupt nicht kennt, aber sobald sie sich von dessen Ungefährlickeit überzeugen konnte, ist sie freundlich, bei ihr bekannten Menschen überschwänglich in ihrer Freude. Sie lässt sich bis jetzt ohne Weiteres von Kindern streicheln, auch von den ganz kleinen, die noch so komisch gehen. Sie bellt, wenn jemand kommt, hört aber nach der Begrüßung auf und ist entpannt mit Besuch. Andere Hunde mag sie sehr gerne und spielt auch mit ihnen, so lange sie nicht zu grob werden. Langsam verstehe ich, warum die Kromudelleute oft mit so einer Begeisterung, ja geradezu enthusiastisch von ihrem Hund erzählen. Milli ist ein richtig toller Hund und somit eine würdige Vertreterin dieser Art.

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Auf unseren Streifzügen ist sie sehr brav und folgsam. An manchen Tagen schlägt das Erbe ihrer Mutter (als die noch jung war) durch und sie lässt sich nicht gleich abrufen, wenn wir ein Reh oder einen Hasen aufgescheucht haben. Aber meistens klappt das wirklich erstaunlich gut. Unsere Hummel war in dem Alter viel schlimmer. Wir genießen unsere Wald- und Wiesenspaziergänge sehr, Milli hat sich zu einem tollen Begleiter entwickelt und macht alles mit, ob Schwammerl suchen, ins Gebirge gehen oder neue Wege im Wald entdecken. Praline freut sich, dass sie wieder eine Gefährtin hat. Das Abschnüffeln und Erkunden unterwegs macht mit einem Artgenossen viel mehr Spaß und mir wird warm ums Herz, wenn beide miteinander herumblödeln. Manchmal gehen wir einfach schweigend durch die Gegend, und jeder hängt auf seine Weise seinen Gedanken nach.

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haarige Gnome  ???  ???  ???

Die drehen sich nach der Turbulenz der Feiertage um die Pläne für das gerade begonnene Jahr. Für Milli bedeutet der erste Geburtstag, dass ich mir langsam darum Gedanken mache, ob sie für die Zucht geeignet wäre. Sie ist bis jetzt an Körper und Geist äußerst wohlgeraten und war (bis auf einen Durchfall, den auch Praline hatte), noch nie krank. Also werden im Lauf der nächsten Monate umfangreiche Gesundheitsuntersuchungen anstehen. Zuerst die klinische Untersuchung, also Augen, Skelett, Organe, Blut und Harn. Wenn dort alles passt, folgt der DNA Test. Krankheitsmäßig mache ich mir hier keine Sorgen, denn die Eltern sind frei von allem. Einzig der Vater ist von Willebrand Anlageträger, aber damit hat er Milli verschont, sie ist bereits getestet und vWD frei. Erst wenn alle Ergebnisse zu meiner vollsten Zufriedenheit  ausgefallen sind, sehen wir weiter.

flotten Schrittes ins neue Jahr


8 Monate: Das Pubertier

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Es ist soweit: Die Pubertät ist zu Gast. Eingeladen haben wir sie nicht, aber das schreckt sie bekanntlich nicht ab, sie kommt trotzdem. Milli war so ein braver Welpe und so ein folgsames Hundekind. War.

Auf einmal fing es an mit der inneren Unruhe. Hoch hüpfen und bellen wegen jedem Sch…, Geschnüffle, Hektik, Ziehen an der Leine, hormonelle Gehörverstopfung. Irgendwo muss dann auch die komische Energie, die sich in einem regt, hin. Milli hat sie kompensiert, indem sie umdekoriert und transformiert hat. Die Sofadecke auf den Rasen, meinen BH auf die Treppe, Herrlis Lieblingsshorts unter den Tisch gezerrt und ein Loch in den Schritt genagt, unser Brotkörbchen und jedes unter der Hecke befindliche Ästchen zu Mulch geschreddert. Es war direkt eine Erlösung, als sie läufig wurde. Jetzt ist sie damit beschäftigt, sich ausgiebig zu putzen und sich an den neuen Lebensabschnitt zu gewöhnen.

Inzwischen messen wir 40cm Schulterhöhe. Mit Beginn der Geschlechtsreife stoppt das Höhenwachstum normalerweise, es wird also nicht mehr allzuviel dazukommen. Vielleicht 1-2cm, wenn überhaupt. Die Waage zeigt 9,5kg. Ich denke, dass Milli sich im Erwachsenenalter gemäß ihrer Größe in etwa bei 10-12kg einpendeln wird. Perfekt im Standard, würde ich meinen.

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Auch wenn Milli gerade ein bissi schlimm ist, mache ich weiter wie bisher, versuche, meinen Humor nicht zu verlieren und vertraue darauf, dass das Pubertier sich irgendwann wieder schleicht und eine erwachsenere Kamille erblühen lasst, die ihre Manieren wieder gefunden hat und nicht mehr so von den Hormonen gebeutelt wird.

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Trotz aller Umbrüche ist sie eine liebesbedürftige (mehr denn je!!), zuckersüße Maus, die mich jeden Morgen wachschmust, immer gut gelaunt ist und Praline auf Trab hält. Wir freuen uns, dass wir genauso wie Millis Schwester Keli die erste Hitze rechtzeitig vor unserem jährlichen Hundetreffen in Kärnten hinter uns bringen und hoffen, dass wir wieder viele bekannte und vielleicht auch neue Gesichter begrüßen dürfen.

 

Ein halbes Jahr: Milli und die NoL-Methode

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Unser Kamillenkind ist nun 6 Monate alt. Sie wiegt inzwischen 8,5kg, ist 38cm groß und wirkt schon sehr erwachsen. Und es läuft richtig gut mit ihr. Die wunderschöne, aber auch anstrengende Welpenzeit liegt hinter uns und wir leben wieder wie immer mit unseren Hunden.

Das letzte Schutzbrett vor dem Schuhschrank ist abmontiert, wir verstecken keine Steckdosen mehr hinter Kartons, und Schmutzwäsche kann auch mal vor der Waschmaschine liegen bleiben, ohne dass sie verschleppt wird.

Im Pferdestall und rund um die Koppeln kann ich sie frei laufen lassen. Sie bleibt vor dem Zaun und wartet brav, wenn ich auf die Weide gehe. Hole ich ein Pferd und bringe es in den Stall, geht sie mit entsprechendem Respektabstand hinterher und hält ihn auch dort ein, ohne dass ich sie dauernd beaufsichtigen muss. Entweder bleibt sie weit genug weg oder legt sich sowieso in ihr Körbchen, das in der Sattelkammer steht.

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Beim Spaziergang ist sie immer irgendwo um mich herum, weiter als 10 Meter geht sie nicht weg. Und wenn ich rufe, kommt sie voller Begeisterung angerannt. Das habe ich der NoL-Methode zu verdanken. Die habe ich aus Erfahrung entwickelt, und sie hilft mir gerade dabei, Milli im Umgang mit Wildbegegnungen zu schulen. In den letzten Wochen hat sie nämlich begonnen, Wegränder auf eine Art abzuschnüffeln, die in mir alle Alarmglocken zum Schrillen gebracht hat.

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Angefangen hat alles, als während einer gemütlichen Sonnenuntergangsrunde ein Hase direkt vor uns aus einem Grasbüschel herausgesprungen und den Feldweg vor uns entlang geflitzt ist. Meine 2: Augen aufreißen, Ohren wegklappen, Turbo zuschalten und im Affentempo hinterher. Da hat Praline ihrer Tochter etwas gezeigt, das leider richtig Spaß macht. Sie haben den Löffelmann zwar nicht erwischt, sind aber mit widerlich glänzenden Augen und einem Endorphineinschuss, der ihnen förmlich aus den Ohren gequollen ist, sichtlich glücklich und zufrieden zurückgekommen. Ich hab nicht mal versucht, sie zurückzurufen, sie hätten mich gar nicht gehört. Sie waren auch gleich wieder bei mir, die ganze Aktion hat vielleicht 30 Sekunden gedauert. Aber seit diesem sich fatalerweise selbst belohnenden Erlebnis hat das Fräulein Kamille versucht, dem Hasenduft in den grasbewachsenen Wegsäumen zickzack zu folgen. Mit lautem Schnüffelgeräusch und hektischen Bewegungen. Was mir gar nicht gefallen hat. Mit der NoL-Methode hab ich das wieder in den Griff bekommen.

Jetzt möchte der neugierige Leser wahrscheinlich wissen, was genau diese NoL-Methode denn nun ist. Tjaaaaa, dafür muss man bei mir einen Kurs buchen, der in 6 Module à 350€ gegliedert ist. Man braucht dann auch noch die entsprechende, nur bei mir erhältliche Ausrüstung, sonst funktioniert das Ganze nicht. Und weil ich jetzt der große Hundeerzieherguru bin, dürft ihr auch gerne wunderbare Shirts und Sweater mit meinem Konterfei erwerben.

Spaß beiseite, es ist ganz einfach. Obwohl dem besten Ehemann diese Idee wahrscheinlich ziemlich gut gefallen würde und er mich bestimmt am liebsten würgen würde, weil ich so wenig geschäftstüchtig bin und euch gratis verrate, was NoL bedeutet. Die Lösung: Nie ohne Leberwurst. Mein Döschen mit der Leberwurst gehört momentan zu meinem ständigen Begleiter. Ziel der Übung ist, Milli darauf zu konditionieren, dass eine Duftspur, ein interessantes Geräusch oder gar das Auftauchen eines Tieres der Schlüssel zum Inhalt der Dose ist. Wenn sie etwas Spannendes riecht oder etwas im Unterholz rascheln hört oder gar ein Wildtier sieht, rennt sie nicht mehr ferngesteuert los, sondern schaut mich an, ich rufe sie mit einem hohen langgezogenen  „Hier“, das sich bei mir eher wie „Yeah“ anhört, und halte ihr sofort die Dose mit einem Stück herausgedrückter Wurst hin, lobe sie wie blöd und alle sind happy. Die NoL-Gleichung lautet also: Wild = Sesam öffne dich + hinein in mein Maul, du köstliche rosa Paste! Es funktioniert schon ganz hervorragend und ich hoffe, dass das so bleibt. Das Zickzackgerenne hat sie wieder abgelegt, und im Wald macht sie kurz einen auf Vorstehhund mit erhobener Vorderpfote und starrem Blick, um dann sofort begeistert zu mir zu düsen und sich ihre NoL-Ration und ein fettes Lob abzuholen.

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Nach wie vor dient die Dose auch immer noch als Bestätigung für erbrachte Leistungen, aber das nur noch sehr reduziert. Die meisten Alltagskommandos haben sich schon so etabliert, dass ich nur noch extra bestätige, wenn sie unter erschwerten Bedingungen ausgeführt wurden. Ansonsten genügt ein verbales Lob und Streicheln, über das sie sich genauso freut.

Ich verlange nicht allzu viel, aber das, was unser Zusammensein angenehm und ihr Leben sicher macht, muss sein. Im Prinzip soll sie kommen, wenn ich sie rufe, und zwar prompt. Sie soll warten können, egal, ob in meiner Reichweite, im Auto oder zu Hause, und bleiben, wo ich sie deponiere. Ob sie dabei liegt, sitzt oder steht, ist mir ehrlich gesagt schnurzpiep-poweidl. Bei „Fuß“ soll sie locker an meiner linken Seite gehen, ohne zu hampeln, bei „Rechts“ auf der rechten Seite. Gar nicht schätze ich dieses am-Bein-kleben und mich dabei anglotzen, wie man es in der Hundeschule lernt. Sie soll einfach darauf achten, wo ich hingehe und sich danach richten, aber auch noch selber schauen, wo sie hinsteigt. Das war es eigentlich schon. Und für ihr Alter macht sie das alles schon so gut, dass ich gar nicht mehr viel darüber nachdenke.

Milli ist ein großartiges Familienmitglied geworden. Wie ihre Mutter verbreitet sie allzeit gute Laune, liebt das Schmusen und ist nicht nur brav und herzig, sondern auch sehr gescheit. Letzthin hab ich mir in der hochsommerlichen Hitze ein Mittagsschläfchen im Schatten gegönnt. Und wurde jäh herausgerissen, weil Milli mich geschubst hat. Sie ist mir mit den Vorderpfoten auf den Arm gesprungen, hat geschaut, ob ich wach bin, und ist dann wieder auf ihren Platz gegangen. Sowas hat sie vorher noch nie gemacht und ich war so verdattert, dass ich nicht mal geschimpft habe. Deshalb konnte ich auch gleich ganz leise eine bekannte Melodie erklingen hören und dann war mir klar, warum sie mir raufgesprungen ist. Ich hatte mir den Wecker auf meinem Handy gestellt, es aber so weit weggelegt, dass ich ihn nicht gehört habe. Milli hat die Weckermelodie selbstständig mit meiner üblichen Reaktion darauf verknüpft, und als die von mir nicht gekommen ist, hat sie die Angelegenheit in die Pfoten genommen und mich aufgeweckt. Ich bin sehr stolz auf mein Baby!

Da Milli nun an Größe und Gewicht nur noch wenig und langsam zunehmen und auch entwicklungsmäßig keine großen Schübe mehr machen wird, kann es gut sein, dass die nächste Berichterstattung erst erfolgt, wenn es etwas Interessantes zu erzählen gibt. Wir wünschen euch derweil einen wunderschönen Sommer!

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 Milli ist 5 Monate alt – ein zahnloses Update

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Da liegt er, Millis linker unterer Eckzahn. Ihm vorangegangen sind mit einem Schlag sämtliche Schneidezähne des Ober- und Unterkiefers. Milli sah kurze Zeit wie ein Saugwelpe aus. Ein Backenzahn hing noch im Zahnfleisch, während sich der neue schon von unten herausschob. Den haben wir mit gezieltem Zerren rausgespielt. Mit einem Wort: Zahnwechsel ist angesagt. Was nachwächst, sieht sehr erfreulich aus. Wie die Soldaten stehen die nagelneuen bleibenden Zähne im Kiefer, kerzengerade und schneeweiß. Das Gröbste hat Milli bereits hinter sich.

Ebenso Praline. Die neuen Maulbewohner sind wesentlich freundlicher zu ihren Ohren und ihrem Schwänzchen. Und so ganz langsam wird Milli auch ein wenig kontrollierter bei ihren Spielattacken. Sie ist mittlerweile genauso schwer wie ihre Mutter, momentan stehen beide bei 7,8kg, und in der Höhe überragt sie sie mit ihren 37cm bereits um 1cm. Ihre Bodychecks waren deshalb manchmal wirklich nicht mehr lustig für Praline und sie hat sich beim Spazieren gehen teilweise schon hinter mir versteckt, damit sie auch mal ihre Ruhe hat. Milli hat dazugelernt und versucht jetzt mehr, sie durch Gesten zum Spielen aufzufordern, denn durch derbes Anrempeln.

Mutter und Tochter  Milli hat Mama eingeholt

Für die Vollgasrunden hat Milli ihre Freunde. Da wäre einmal das Bernhardinermädchen Lotti. Dass sich eine frühere Reitkollegin bei mir gemeldet hat, um nette Spielgefährten für ihren Welpen zu finden, war ein richtiger Glücksfall. Lotti ist mittlerweile 3x so groß wie Milli, aber sie ist die Sanftmut in Person und einfach hinreißend. Die beiden spielen sehr angenehm und unaufgeregt miteinander, und als Riesenbonus haben wir auch noch regelmäßigen Kontakt zu den beiden Kleinkindern der Familie, 1 und 3 Jahre alt, den ich sonst nicht zu bieten hätte. Und seit 2 Wochen gibt es Gepetto, seines Zeichens schwarzer Schäferhundwelpe und neues Familienmitglied unseres Pferdestallchefs. Auch er ist ein richtig netter Kerl und er und Milli spielen wirklich lieb miteinander. Wie Milli mit anderen Hunden spielt, gefällt mir ausgesprochen gut. Sie ist sehr sicher und freundlich und selten zu wild. Falls es doch mal zu stürmisch wird, darf Praline ihre Erzieherqualitäten einsetzen, aber das ist nur ab und zu nötig.

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Ansonsten kommt doch so langsam der Kromfohrländer in ihr aus seinem Versteck. Milli beginnt, sehr wachsam zu werden und Personen zu melden, die sich in der Nähe unseres Hauses aufhalten. Das versuchen wir, halbwegs in Schach zu halten. Kurz wuffen ist in Ordnung, großes Herumgebelle unerwünscht. Manchmal fürchtet sie sich auch vor Unbekanntem, seien es Menschen, Orte oder Dinge. Da hilft nur, selbst sicher zu bleiben und sie weder zu über- noch zu unterfordern. Es ist schön, dass das meistens sehr schnell fruchtet und sie mit jeder überwundenen Angst gelassener wird.

Ein paar Wochen lang war es gar nicht so einfach, ihr etwas Abwechslung und Lernerfahrungen zu bieten, denn Praline war läufig und da macht man sich nicht sehr beliebt, wenn man belebte Orte aufsucht. Kaum war diese Phase vorbei, kam der Regen und die Kälte. Wenn es so schüttet, dass einen das Wasser von oben und von unten anspritzt, hat keiner Lust auf lange Spaziergänge. Und man trifft auch keinen. Andere Hunde müssen offensichtlich nur bei Schönwetter aufs Klo. Und nachdem das Sauwetter sich verzogen hat, haben sich beide einen ordentlichen Durchfall eingefangen, und auch damit macht man sich an belebten Orten unbeliebt. Also hieß es einmal mehr: Alleine durch den Wald schleichen. Aber jetzt ist der Sommer da, das Gedärm ist wieder funktionstüchtig und wir machen nicht nur unsere regelmäßigen Stallrunden, sondern auch vielfältige Ausflüge in unsere schöne Gegend.

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Kriehmühle  an der Aist

Auch wenn Milli mittlerweile kein Baby mehr ist, ist sie immer noch unglaublich süß. Sie ist ein wahrer Sonnenschein, macht für ihr Alter wirklich sehr, sehr wenig Unsinn, ist unglaublich folgsam, anhänglich und liebebedürftig und bereichert unseren Alltag enorm. Nächsten Monat ist sie schon ein halbes Jahr bei uns, aber es ist, als wäre sie immer hier gewesen.

5 Monate ?????

Milli ist 4 Monate alt

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Die Zeit vergeht wie im Flug und bis jetzt ist unser Alltag mit Milli alles andere als alltäglich. Ein geplanter und ein völlig ungeplanter Krankenhausaufenthalt nebst Rekonvaleszenz meinerseits und ein Klinikaufenthalt unseres erst 2 Wochen alten Fohlens rüttelt unser Leben durcheinander. All die Dinge, die man mit einem jungen Hund macht, laufen eher nebenher als zentriert. Wir können es nicht ändern, und vielleicht ist es ja ganz gut so. Milli muss sich in vieles dreinfügen, was ich gerne behutsamer angegangen wäre, und netterweise fügt sie sich. Womöglich macht man um vieles viel zuviel Tamtam und rückt den Hund damit ungewollt auf ein Podest, auf das er eigentlich nicht gehört. Unter den momentanen Umständen hat sie schnell lernen müssen, dass sie nicht immer an erster Stelle steht und kennt es damit auch nicht anders. Sie wirkt sehr zufrieden und benimmt sich ihrem Alter entsprechend schon recht manierlich, also scheint es für sie okay zu sein.

Ihr “Ausbildungsstand” ist trotz allem ganz in Ordnung, sie lernt wirklich schnell und das mit dem “gründlich” kommt hoffentlich mit der Zeit. Vieles funktioniert schon ganz großartig. Milli überrascht mich in dieser Hinsicht fast täglich. Es ist, als ob sie meine Worte verstehen würde. Ein Beispiel: Wir gehen auf dem Feldweg, der von Kartoffeläckern gesäumt ist. Es gibt wohl wenig, was lustiger wäre, als durch die Ackerfurchen zu düsen. Da es sich aber nicht gehört, dem Bauern seine Arbeit zunichte zu machen, ist das Betreten nicht erlaubt. Ich brauche nur 2-3x “raus da” sagen, und sie hat begriffen, wo ich sie haben möchte, nämlich auf dem Weg. Ähnlich ist es im Wald oder im Reitstall. Die Hunde sollen auf dem Gehweg bleiben und nicht im Unterholz oder auf den Weiden herumrennen. Außer, ich erlaube es ausdrücklich. Warum es so einfach klappt, weiß ich nicht. Dafür klappt es immer noch nicht 100%ig mit dem Reinpieseln. Es geht noch immer mal was in die Wohnung. Nicht mehr oft, aber doch immer mal wieder. Das wird schon noch werden. Hoffe ich.

Milli ist in diesem Monat ernorm gewachsen, sie wiegt 6,3kg und ist 34cm hoch. Bald wird sie ihre Mutter eingeholt haben.

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Wobei sie momentan eine wirklich komische Figur hat. Erst ist sie in die Länge gewachsen und hat fast wie ein Dackelmix ausgesehen. Jetzt wächst die Hinterhand und die Vorderläufe wirken recht kurz dagegen. Dazu wachsen ihr die Haare am Kopf recht weich, lang und seidig, der Bart prägt sich langsam stärker aus und am Körper steht recht griffiges, schon teils trimmbaress Rauhaar in alle Richtungen ab.

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Alles in allem steckt sie in einer merkwürdig unproportionierten Phase und ihr Aussehen ändert sich fast täglich. Man sieht es hier ganz gut, weil Milli regennass ist und ihre Figur nicht hinter dem Babyflausch verstecken kann.

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Diese beiden Bilder in einem Maiglöckchenfeld sind im Abstand von etwa einer Woche entstanden. Sowohl Grünzeug als auch Hund haben sich in dieser Zeit sehr verändert.

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Vom Verhalten her bemerke ich deutlich den Übergang vom Welpen zum Junghund. So manches wird nicht mehr ganz unbedarft betrachtet, sondern mit eigenen Gedanken versehen. Es ertönt schon mal ein leises “Wuff”, wenn sich etwas Unbekanntes in der Nachbarschaft tut, oder ein Zögern wird bemerkbar, wenn ein völlig fremder, seltsamer großer Gegenstand auftaucht. Da kommt schon auch der Kromi durch. Praline hilft ihr meistens durch. Außer, wenn die sich selber fürchtet. Dann muss ich ran.

Ansonsten spielen Milli und Praline miteinander, dass es eine Freude ist. Milli ist ein wirklich lustiger Hund und sie hat einen unwiderstehlichen Charme. Sie darf immer noch viel, was ein Junghund oft nicht mehr darf. Praline ist sehr großzügig und teilt Napf und Spielzeug. Nur ihren Knochen, den teilt sie nicht, da gibts bei Diebstahlversuch ein paar saftige Watschen. Milli ist dann auch nicht mehr lästig und akzeptiert ihre Grenzen. Zumindest nach außen hin. Während Praline schläft, schmiedet Milli Pläne, wie sie ihre Mutter austricksen könnte. Und manchmal gelingt ihr das auch. Wir haben also weiterhin ein tolles Unterhaltungsprogramm.

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Milli ist 3 Monate alt

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Milli ist nun seit etwa 2 1/2 Wochen geschwisterlos und somit offizielles Familienmitglied. Unser Leben hat sich seitdem sichtbar beruhigt. Wir haben den Vorteil, dass Haus und Garten noch vom Wurf welpensicher sind und wir nur noch im Wohn- und Schlafzimmer ein paar Kabel verstecken mussten.

Die Nächte sind länger und erholsamer geworden, denn Milli schläft in einer großen Transportbox direkt neben meinem Bett. Was übrigens von der ersten Nacht an wunderbar geklappt hat. Sie hat nach dem Schließen ihrer Tür und dem Ausknipsen meiner Nachttischlampe kurz gefiept. Zum Trost habe ich meine Finger durchs Gitter gesteckt und ein bisschen mit ihr geplaudert, und nach 2-3 Minuten hat sie tief geschlafen. In dieser ersten Nacht hat sie sich nur einmal kurz gerührt und ich hab mein Einschlafprozedere wiederholt, untermalt mit Pralines grantigen Brummlauten ob dieser Störung, und seitdem ist Ruhe. Wenn ich Glück habe, lässt sie mich an freien Tagen bis 7.30 Uhr schlafen (wir gehen selten vor Mitternacht ins Bett), das finde ich sehr gnädig. Der Punkt Nachtschlaf war also recht zügig abgehakt.

Das mit der Sauberkeit ist noch lange nicht abgehakt. Milli hat wochenlang mit ihren Geschwistern ins Haus gemacht, die Motivation, es nun nicht mehr zu tun, ist also gleich Null. Wir gehen sehr oft mit ihr nach draußen, und dort erledigt sie auch brav und schnell ihre Geschäfte. Aber während der ausgedehnten Spielphasen mit Praline kommt es vor, dass sie sich blitzschnell hinhockt und einen kleinen See absetzt, auch wenn sie erst 10 Minuten vorher draußen pinkeln war. So schnell kann man gar nicht eingreifen. Außerdem kann man auch nicht den ganzen Tag daneben stehen. Auch das mit den Häufchen klappt nicht immer. Am liebsten macht sie in ihr ehemaliges Kinderzimmer, so dass die Tür dort inzwischen geschlossen bleibt. Ich erinnere mich an die Babyzeit all unserer Hunde, und eigentlich war es bei allen so. Als sie ca. 4 Monate alt waren, kam leise Panik in mir hoch: So, das kriegst du jetzt nicht mehr hin, dieser Hund wird nicht stubenrein werden. Der wird dir sein Leben lang in die Wohnung pieseln. Und eines Tages macht die Klo-Fee “Pling!” und das Auslaufmodell ist dicht. Und dann gibt es mit einem halben Jahr einen Rückfall, der einen fast wahnsinnig macht, und danach ist das Thema Stubenreinheit für immer erledigt. Man drücke mir die Daumen, dass es auch bei Milli so sein wird. Exklusive leiser Panik. Ich bin gespannt, ob ich die beim vierten Hund abwehren kann.

Milli muss nun alles lernen, was sie braucht, um sich in unserem Alltag wohlzufühlen. Sie begreift sehr schnell und hat einen Bonus, den alle anderen Hunde nicht hatten: eine für mich gänzlich ungewohnte innere Ruhe. Kein Herumgehüpfe und Gekasper, wenn geübt wird. Sie hört zu, und wenn sie verstanden hat, was man will, MACHT SIE EINFACH DAS, WAS MAN IHR SAGT. Ohne nachzufragen. Das ist eigenartig, wenn man zwei autistische, unsichere Kromis und einen Pudelclown großgezogen hat. Manches absolviert sie bereits besser als Praline. Zu Pralines Ehrenrettung muss ich sagen, dass sie damals einfach so mitgelaufen ist und ich seinerzeit einfach keinen Nerv für kontinuierliche Erziehungsarbeit hatte. Jetzt darf sie mit Milli mitstrebern und sich auch mal beim Belohnen vordrängeln. Milli wartet gerne.

Millis körperliche Entwicklung schreitet altersgemäß rasant voran. Sie wächst wie Unkraut und nimmt trotz mäkeliger Fresserei ordentlich zu. Wir füttern sie deshalb inzwischen fast genauso wie Praline. Morgens verdienen sie sich ihr Frühstück beim Spaziergang. Das besteht zum großen Teil aus Platinum Trockenfutter, gespickt mit ein paar Jokern, sprich Käsewürfeln, Trockenfleischstückchen und auch mal ein paar von diesen salamiähnlichen Belohnungswürstchen, die ich mit einer Schere in kleine Scheibchen schneide. Für die schwierigeren Übungen wie ordentlich an der Leine gehen oder zu mir kommen, wenn ein Reh über die Wiese düst, gibt es Leberwurst aus einem speziellen Döschen: https://www.glueckspudel.de/leckerchen/#more-4513. Zwischendurch gibt des dann nur eine Kleinigkeit wie einen Hühnerhals oder einen kleinen Knochen mit Fleisch. Und am Abend wartet die Hauptmahlzeit in Form von einem Barfmenü oder auch mal einer Dose, welche mal begeisert und auch mal gar nicht gefressen wird. Bleibt die Mahlzeit stehen, serviere ich nochmals am Morgen, und dann wird manchmal aufgefressen. Oder auch nicht. Ich bin es ja gewohnt…

So oder so bin ich mit Millis Entwicklung mehr als zufrieden. Sie wiegt aktuell 4,8kg und hat eine ungefähre Schulterhöhe von 30cm. Geht man davon aus, dass ein 3 Monate alter Welpe in etwa 40% seines Endgewichts auf die Waage bringt, wird sie auf jeden Fall im Kromistandard sein.

Ansonsten ist sie ein typisches Hundekind: Sie klaut Socken, zieht Handtücher vom Halter, entführt Hausschuhe, holt Chips vom Couchtisch, wenn man kurz den Raum verlässt und fürchtet sich auch mal vor einem besonders laut vorbeiratternem LKW. Sie geht ihrer Mutter meistens ans Herz und manchmal auf den Geist, ist unbekümmert und neugierig und ich bin froh, dass unsere Beete noch durch den Welpenzaun geschützt sind, sonst hätten die Blumen keine Köpfe mehr. Ansonsten hat sie sich bereits bestens an unseren Rhythmus angepasst, benimmt sich schon recht ordentlich bei den Pferden und hat kein Problem damit, auch einmal angebunden vor der Koppel zu warten. Auch den Sofaschlaf hat sie bereits zu schätzen gelernt und dafür lieben wir sie besonders.

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