Willkommen

 

 

Herzlich willkommen !

Hier möchte ich unsere kleine Zuchtstätte “von der Weberkarde” vorstellen.

Diese Seite soll kein Nachschlagewerk über Kromfohrländer und Pudel darstellen. Darüber haben Berufenere geschrieben und wer mehr über diese beiden tollen Hunderassen erfahren möchte, der ist herzlich eingeladen, sich durch die Links zu wühlen.

Viel eher möchte ich einen persönlichen Eindruck vermitteln über unsere Hunde, warum ich züchte und wie unsere Welpen bei uns aufwachsen.

Sie suchen einen Hund, fühlen sich von dieser Seite angesprochen und möchten die Weberkarde näher kennenlernen? Dann rufen Sie an oder schreiben Sie mir, ich freue mich!

Viel Spaß auf der Reise durch den Weberkarde-Kosmos!

Geschätzte Kromfohrländerzüchter,

Wer nichts weiß, muss alles glauben. Diese Binsenweisheit möchte ich Ihnen aus gegebenem Anlass in Erinnerung rufen. Momentan ist eine heftige Diskussion in den verschiedenen Kromfohrländerrassezuchtvereinen entbrannt, in der es um neue Gentests geht.

Ich verfolge das Geschehen interessiert und mache mir viele Gedanken dazu. Wie schon immer. Und das sollten Sie auch tun. Glauben Sie nicht alles ungeprüft, was man Ihnen sagt. Egal, ob das ein anderer Züchter, ein Zuchtwart, ein Vereinsvorstand, ein Tierarzt oder wer auch immer ist. Auch mir nicht ;-). Machen Sie sich selbst schlau. Lesen Sie. Bilden Sie sich weiter. Dazu muss man keine Universität besuchen. Würde z. B. ein jeder Züchter das Buch „Rassehundezucht – Genetik für Züchter und Halter“ von Irene Sommerfeld-Stur nicht nur gelesen und halbwegs verstanden haben, sondern auch danach handeln, wäre die Welt der Hundezucht eine bessere.

Nutzen Sie die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse! Haben Sie keine Angst vor möglichen unerfreulichen Ergebnissen, sondern sehen Sie sie als Möglichkeit, die Gesundheit Ihrer Hunde zu verbessern.Was hätte ich vor 10 Jahren darum gegeben, bei meinen Wurfplanungen mit Fakten arbeiten zu können und nicht mit vagen Zuchtwertschätzungen! Ein Beispiel: Die digitale Hyperkeratose ist durch den Gentest als Krankheitsbild praktisch über Nacht verschwunden und es besteht auf längere Frist die Chance, das Schadgen aus dem Genpool zu drängen.Das ist doch großartig!

Apropos Genpool. Lassen Sie sich auch hier kein X für ein U vormachen. Sie müssen einfach nur bis 6 zählen können. Mehr Allele pro Gen stehen einem Kromfohrländer nicht zur Auswahl, eher weniger. Da kann man sich den Inzuchtkoeffizienten noch so schön färben, in dem man die Berechnung auf 5 Generationen beschränkt. Man rührt immer im gleichen Topf herum, und die Suppe, die darin schwimmt, schmeckt immer gleich, egal von welcher Seite man heraus löffelt. Ob diese Suppe so besser werden kann, können Sie umso eher beurteilen, je mehr Sie von der Materie verstehen.

Mittlerweile kann man durch Gentests nicht nur Erbkrankheiten, sondern auch die Genvarianz jedes einzelnen Hundes im Vergleich zur getesteten Population ermitteln. Was für ein Schatz! Dieser ist besonders wertvoll für eine Founderrasse wie den Kromi, die ja keine weiter verwandten Zuchtlinien zur Verfügung hat. Es ist mir völlig unbegreiflich, wieso diese Möglichkeit vor allem nicht von denen genutzt wird, die keine weitere Rasse einkreuzen wollen.

Nun, welche Vorgehensweise ein Verein (welcher auch immer) vorgibt, ist eine Sache. Die Möglichkeit für Sie als Züchter, mehr zu tun als verlangt wird, eine andere. Es ist Ihre persönliche Entscheidung. Denken Sie immer daran: Die Verantwortung für das Ergebnis dieser “Gensuppe“ tragen Sie als Züchter, SIE ganz allein. Kein Verein der Welt kann Ihnen diese Bürde abnehmen. Die Welpenkäufer rufen bei IHNEN an, wenn etwas mit ihrem Hund nicht in Ordnung ist. Und wenn Sie dann nicht das Gefühl haben, alles zu diesem Zeitpunkt Erdenkliche getan zu haben, um Gesundheitsprobleme ihrer Welpen zu vermeiden, dann möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken. Ich weiß, wovon ich rede. Es ist schlimm genug, das Leid und den Kummer von Hund UND Mensch mitzuerleben und verantworten zu müssen. Nicht auszudenken, wenn auch noch ein schlechtes Gewissen dazu käme. Einem kleinen Prozentsatz an Züchtern gelingt es offensichtlich, diese Verantwortung völlig zu verdrängen, aber zu denen wollen Sie bestimmt nicht gehören.

Hören Sie erfahrenen Züchtern zu, aber glauben Sie auch denen nicht alles. Ein Züchter, der gerade mal 1-3 Würfe hatte, wäre übrigens nicht unbedingt meine bevorzugte Informationsquelle. Schon gar nicht, wenn er vielleicht auch noch behauptet, nur gesunde Hunde zu züchten. Das ist kein Witz, das habe ich tatsächlich auf einer HP gelesen. Solche Garantien wirken doch recht vermessen auf mich. Schauen Sie über den Kromi-Gartenzaun, wie Züchter und Vereine anderer Rassen handeln. Man kann viel daraus lernen. Vor allem, weil man dabei den nötigen emotionalen Abstand hat. Picken Sie sich das Beste von allem, was Sie finden können, heraus und machen Sie Ihren persönlichen Ehrenkodex daraus. Bleiben Sie neugierig und kritisch, hören Sie nie auf zu lernen und zu hinterfragen. Bleiben Sie selbst Ihr strengster Beobachter. Glauben Sie an das Wissen. Denn wer nichts weiß, muss alles glauben.